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Blitzendes Metall
von Dirk H. Braun
Ich stand da...meine Beine schienen aus Stein zu sein...ich konnte mich nicht bewegen...meine Augenlider flatterten bei dem Anblick...wollte mein Gesicht abwenden...wollte es nicht sehen...irgendwas zwang mich doch hinzuschauen...da war dieser Mann...Sein Äußeres entsprach seiner Tat...brutal...breite Schultern und kräftige Arme zeichneten sich unter dem Hemd ab...immer wenn er den Arm hob sah man das Muskelspiel...er war kräftig gebaut...einen Hals konnte man nicht erkennen...kurze Haare wuchsen auf seinem großen Kopf...über seiner breiten Nase waren die Augen in mitten der Masse kaum zu erkennen...Blau waren sie...Blau und kalt...so kalt wie das Metall...das Metall das er in den Händen hielt...trotz der guten Lichtverhältnisse konnte ich nicht erkennen was es war, was er da in der Hand hielt...ich tippte auf ein Beil oder ein dickes Messer...seine dicken Finger hielten den Griff umfasst...Schweiß war auf seinem Gesicht zu erkennen...sein Keuchen drang an meine Ohren...ich konnte mich immer noch nicht bewegen...mein Herzschlag glich den Beats eines Techno-Songs...ich schluckte...ein bitterer Geschmack machte sich in meiner Mundhöhle breit...ich schmeckte Blut...hatte mir auf die Zunge gebissen...meine Augen waren starr auf die Hand mit dem Messer gerichtet...im gleichen Tempo wie er den Arm hob verfolgten ihn auch meine Pupillen...er ließ den Arm fallen...wie in Raserei...das Metall blitzte auf...blendete mich...leider zu kurz...ich konnte erkennen wie es wieder in das Fleisch eindrang...was musste dieser nackte Körper aushalten...mit einem Ruck holte er die Schneide wieder aus dem Körper hervor...trotz der Entfernung konnte ich das Blut sehen...die roten Tropfen die sich auf der Schneide gesammelt hatten...einige lösten sich durch den Zugwind von dem Messer und klatschten auf das Hemd des Mannes...ein Spiel des Grauens...die makabere Spur des Todes...ich konnte nichts tun...es war schon zu spät...der Körper vor ihm musste tot sein...Galle kam mir hoch...dieser Geruch trieb mir meinen Mageninhalt dem Mund entgegen...in letzter Sekunde konnte ich einen Ausbruch verhindern...er hob wieder den Arm...er wollte wieder zustoßen...doch da passierte es...ein Seufzer entrinn meiner Kehle...ein Stöhnen...nicht laut...aber doch so das er gehört wurde...er wurde gehört von dem Mann...er drehte sein Gesicht in meine Richtung...seine Augen blitzten auf als er mich sah...er ließ von seinem Opfer hab...er ging in meine Richtung...das Messer immer noch in seiner Hand...ich stand da...wartete ab was passieren würde...die Entfernung machte er innerhalb weniger Sekunden zunichte... ich sah ihn jetzt direkt vor mir...was sollte ich jetzt machen...er sah mich an...erwartungsvoll...unentschlossen...ich nahm all meinen Mut zusammen und sprach ihn an...200 Gramm Mettwurst bitte...Also ich beneide die Metzger nicht um ihre Arbeit.
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