
Stories - Welcome to Earlonville

A merciless place to live
(Vorwort)

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 Vorwort:
„Guten Tag! Ich freue mich Sie hier begrüßen zu dürfen und finde es sehr schön, dass Sie sich nach begeben haben. Hier gibt es eine Menge zu sehen, zu hören, zu bestaunen und zu erleben.
Ob man das alles auch überlebt ist jedoch in mancher Hinsicht mehr als fragwürdig.
Aber keine Angst! Als geneigtem Leser wird Ihnen kein Leid geschehen und Sie können sich dort, wo immer Sie sich befinden, sehr, sehr sicher fühlen.
Earlonville ist fern von Ihnen, soviel ist gewiss. Dahingehend können Sie beruhigt sein!
Aber es ist durchaus möglich, dass Earlonville Ihnen Angst machen wird, und da kann ich nur sagen, dies wäre mehr als beabsichtigt, denn die Geschichten, die Sie über diesen Ort hören werden, sind nichts für zerbrechliche Gemüter.
Earlonville ist – auf den ersten Blick gesehen – ein vollkommen normaler, durchschnittlicher Ort, an dem normale, durchschnittliche Dinge geschehen.
Sie könnten ihn durchqueren und nichts würde Ihnen besonders auffallen.
Earlonvilles Bewohner gehen ihrer Arbeit nach, wie Sie selber wohl auch, sie gründen Familien, wie Sie es vielleicht auch schon getan haben.
Sie essen, trinken, haben Sex miteinander, vermehren sich, altern und sterben – alles ganz normal.
Doch, wie Sie wahrscheinlich schon vermuten werden, ist dies alles nur eine Fassade.
Natürlich existieren solche Fassaden auch in zahlreichen anderen Ortschaften.
Es gibt Familien, in denen Ehefrauen oder Kinder vom Vater misshandelt werden – traurig, aber leider in vielen Orten vorkommend.
Es gibt Menschen die schier entsetzliche oder schmerzliche Geheimnisse vor ihren Mitmenschen verbergen und inständig beten, dass sie niemals ans Licht kommen mögen – ungewöhnlich, aber auch das geschieht öfters, als man glaubt.
Es gibt Orte, denen eine besondere und ungewöhnliche Geschichte anhaftet und die im selben Atemzug mit Worten wie ‚unheimlich’, ‚gespenstisch’ oder ‚schrecklich’ genannt werden – davon gibt es wohl auch in Ihrem Heimatort, oder in dessen Nähe genügend.
Doch ich versichere Ihnen….Earlonville ist um einiges extremer.
Die Fassaden, von denen ich vorhin sprach, verbergen Dinge, deren Existenz von den meisten Menschen angezweifelt werden würde.
Es ist nicht einmal so, dass diese Fassaden sich von unzähligen anderen in unzähligen anderen kleinen Ortschaften unterscheiden.
Nein, nein…bei Earlonville geht es tatsächlich darum, was sich hinter diesen Fassaden verbirgt.
Und das findet man nur schwerlich irgendwo anders.
Ja, ich werde Ihnen davon berichten, denn keiner kennt Earlonville so gut wie ich.
Ach ja, mein Name ist übrigens Mortimer!
Also lassen Sie uns beginnen mit dem Reigen der Erzählungen und Berichte aus Earlonville, einem Ort am Rande des Wahnsinns."
© Stefan Albertsen
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