Sie sind hier: Startseite - Stories & Lyrik - Lyrik - Verlorenes Gestern


Lyrik

Verlorenes Gestern

Sonnenschein so warm und klar,
Dinge in weiter Ferne erscheinen so nah.
Als könnte man das Morgen berühren,
Gedanken, die in eine Traumwelt entführen.

Grüne Wiesen, bunte Blumen,
Synonyme für das was nicht ist,
Helfen uns den Blick zu verlieren,
Für das was jeder Mensch gern vergißt.

Für Leid und Unheil wohin man sieht,
Für Kälte und Ignoranz in vielen Augen,
Dafür, dass Haß oft über Liebe siegt,
Für den Untergang von Hoffnung und Glauben.

Wenn der Mensch aus der Blindheit dereinst erwacht,
Und Dunkelheit vor dem Lichte flieht,
Wenn er den Worten von einst gedacht,
In hoffnungsloser Furcht vor Angst flehend kniet.

Dann wird es zu spät sein um zu verstehen,
Dass wir in Finsternis gestrandet,
Unfähig eigene Wege zu gehen,
In einer tiefen Grube gelandet.

Ein Ausgang scheint dem Mensch versperrt,
Durch die Geister, die er selbst geschaffen,
Das Verstehen der Krone der Schöpfung verwehrt,
Bis die letzten Glieder kraftlos erschlaffen.

Wenn dann nur noch der Geist zu wandern vermag,
Wird man vielleicht die Ironie erkennen,
Welche in der Luft liegt seit dem ersten Tag,
Seitdem wir unsern Geist in Gleichgültigkeit verbrennen.

Die Stunde des Entstehens so oft schon verdammt,
Hat der Mensch sich selbst gerichtet.
An Körper und Geist so weit schon verarmt,
Viele eigene Wege gedichtet.

Vergessen wo der Pfad begann,
Den Kompaß unterwegs verloren,
Wir werden lernen, irgendwann,
Doch noch mal, werden wir nicht geboren.

Copyright © 2011 by John Poulsen

 

© by 2011
nach oben Zurück Optimiert für 1024x768 Pixel
im IE & Mozilla Firefox