Vergessen
Der Hauch des Vergessens,
Nur zu deutlich zu spüren,
Des Menschen Vermächtnis,
Nicht leicht zu berühren.
Wer heute am Leben,
Oft morgen schon Tod,
Kannst du ihm vergeben,
Ihn befreien von Not?
Hast du Macht zu wissen,
Was gestern bekannt,
Was längst schon zerrissen,
Mit Feuer verbrannt.
Einst unendliche Weisheit,
In Mauern aus Stein,
Umgeben von Selbstherrlichkeit,
Fiel es dem Feuer anheim.
Der Hauch des Vergessens,
Kannst du ihn schon spüren?
Zu sehr drauf versessen,
Die Ewigkeit zu berühren.
Was bleibt ist das Wort,
Das, wenn es gesprochen,
Verklingt und ist fort,
Im Bildnis gestochen,
Wenn des Künstlers Herz,
Seine Neigung fängt in Stein,
Kann selbst das stärkste Erz,
Nicht ewig haltbar sein.
Vergessenheit ist aller Schicksal,
Ob wir nun zufrieden oder nicht,
Ob voller Freude oder in tiefster Qual,
Ob mit viel Freiheit oder in ewiger Pflicht.
Das Leben welches heut modern,
Glänzt morgen schon mit weißem Haar,
Und jene Generation, die lebte so gern,
Sie ist dann einfach nicht mehr da.
Copyright © 2011 by John Poulsen