Sie sind hier: Startseite - Stories & Lyrik - Lyrik - Sterbendes Abendrot


Lyrik

Sterbendes Abendrot

Traurige Augen sehen zum Himmel,
dunkle Wolken verschlingen das Blau.
Ascheregen fällt auf die Erde,
macht alle Wälder und Wiesen grau.

Träume ersticken unter endlosem Leid,
tot wird geboren das letzte Kind.
Noch immer verschließen wir unsere Augen,
wollen nicht sehen, wo wir Menschen nun sind.

Verschwunden ist nun das letzte Licht,
wir haben jede Hoffnung verbrannt.
Unbekümmert der Schritt zum Grabe,
wohin man uns nun verbannt.

Versteinerte Herzen, vergiftete Seelen.
Unsere Lügen düngen den Tod.
Mit verfaulten Zungen singen wir Lieder
und entschwinden im sterbenden Abendrot.

(Aus: Die wundersame Reise des Herrn Dr. Wurl, Gedichtband von Sven Später)

Copyright © 2010 by Sven Später



© by 2010
nach oben Zurück Optimiert für 1024x768 Pixel
im IE & Mozilla Firefox