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Lyrik

Steine

Ich wandle zwischen Steinen,
meine Hände streicheln sie.
Hör' ihr stummes Weinen,
doch Tränen kommen nie.

Wie viel sie uns erzählen
aus vergangener, grauer Zeit,
würden doch was and'res wählen
und nicht gar jenes Kleid.

Viele hört man leise singen,
der Wind trägt jeden Ton,
von so manchen alten Dingen,
von viel Gespött und Hohn.

Mein Weg führt mich zur Weide,
den Hügel stets empor,
hier standen einst wir beide,
vor einem off'nen Tor.

Ich höre dich noch weinen,
ach, du Liebster mein,
kniend vor meinen Steinen,
bin bald nicht mehr allein.

Ich bette mich zur Ruhe,
in der Weide Schoß.
In der Eichentruhe,
die innen riesengroß.

Ich werde auf dich warten
bis auch du bist nur ein Stein,
denn die Schicksalskarten
sind gemischt von Meister Hein.

Copyright © 2011 by Sylvia Knitel

 

© by 2011
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