Gestern, heute, morgen
Sanftes Licht legt sich auf Berg und Tal,
Kühler Wind umfängt das erhitzte Gemüt,
Große Probleme erscheinen Banal,
Hier, wo das Leben so wundervoll blüht.
Der Stern der mich hierher gelenkt,
Einst in der Ferne kaum zu erkennen,
Sich dann langsam zu mir herabgesenkt,
Schönheit gesehen, mit Worten nicht zu benennen.
Doch die Natur hat auch Dornen geboren,
Die Frage stellt sich nach dem Sinn,
Viele Stunden nur mit Denken verloren,
Woher, warum und vor allem wohin.
Die Rose, der Schöpfung höchstes Gut,
Der Vollkommenheit sehr nah,
Sie spendet Schönheit und fordert Blut,
Die Gegensätze sind offenbar.
Nicht schwarz nicht weiß der Mensch liegt dazwischen,
Nicht gut nicht böse, nur immer überzeugt,
Wer ist in der Lage dem Gewissen zu entwischen,
Nur der, der sich seinem Sittlichkeitsgefühl nicht beugt.
Was ist Recht, was ist verkehrt,
Kann der Mensch es wissen?
Wahre Weisheit auf immer verwehrt,
Was man nicht kennt, kann man auch nicht vermissen.
Zu sehen, dass Unvernunft uns lenkt,
Bereitet dem Herzen manchmal Schmerz,
Das Schwert, welches über unseren Köpfen hängt,
Es fährt durch Fleisch, Seele, Geist bis ins Herz.
Was bleibt, wenn wir uns selbst verraten,
Wenn der Mensch seine Herkunft verkauft,
All jene, die das Gestern vertraten,
Wurden durch Feuer und Schwert getauft.
Vor mir liegt immer noch die Stille,
Die Natur schenkt mehr als der Mensch verdient,
Es ist unserer Kinder bitterste Pille,
Das der Strom der Geschenke wohl dereinst versiegt.
Copyright © 2011 by John Poulsen