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Lyrik

Gestatten, der Gevatter

Hier steh ich und entbiete meinen Gruß,
möchte euch die kalten Hände reichen.
Und ihr rennt fort mit flinkem Fuß,
wollt nicht sehen, den großen Bleichen.

Da zeigt man sich in Knochenpracht,
will nur mit euch friedlich reden.
Was macht ihr, so unbedacht?
Ihr flieht vorm Weg nach Eden.

Ach, es ist nicht leicht mit denen,
die mich fürchten und nicht kennen.
Wollen sich nicht an mich lehnen,
sich von ihren Leiden trennen.

Und doch hör ich sie lauthals rufen,
dass ich sie doch erlösen mag.
Sitz' einsam auf des Lebens Stufen.
Wisst ihr, welches Kreuz ich trag'?

Der Tod ist ein Geschäft, nicht mehr,
und ich bin der Vertreter.
Mäht meine Sense Ähr' um Ähr',
wird stumm der ärgste Miesepeter.

 

 

Copyright © 2011 by Sven Später

 

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