Des Geistes Größe
Des Menschen geistiges Geschick,
Es bringt ihn stets aufs Neue zu Fall,
Bricht ihm auf Ewig das Genick,
Macht ihn zu des Schicksals Spielball.
Der freie Wille, Segen und Fluch,
Wie wird man ihn verwenden,
Für manchen ist Bestimmung ein rotes Tuch,
Wollen ihr Leben lieber verschwenden.
Mit alltäglichen Dingen wie zu der Väter Zeiten,
Die nicht sahen die Zeichen der Zeit,
Denn ihr Verstand erkannte nicht die Weiten,
Sie waren nicht zu verstehen bereit.
Auch heute gleicht der Mensch dem Schafe,
Das sich zur Schlachtbank führen läßt,
Unter der andere dummen Gegaffe,
Verendet des Geistes kläglicher Rest.
Verloren was uns einst gegeben,
Die Möglichkeit Fehler zu umgehen,
Seit jenem Tag wir danach Streben,
Unsere Unvollkommenheit zu verstehen.
Doch dazu müssten unsere Augen,
Endlich durch den Nebel schauen,
Statt dessen hängen wir an den Mauern,
Die wir im Geiste selbst erbauen.
Wie Scheuklappen sind des Geistes Schranken,
Selten nur zu überwinden,
An Ihnen unsere Systeme kranken,
Nie die nötigen Antworten finden.
Ein Gedanke der Gestalt annimmt,
Und so sich manifestiert,
Wie Glut die noch stetig glimmt,
Und sich ein letztes Mal positioniert.
Um endlich den eigenen Schranken zu entfliehen,
Und das große Geheimnis zu begreifen,
Am Ende werden wir alle knien,
Doch bis dahin, muss der Mensch noch reifen.
Copyright © 2011 by John Poulsen