Der Wolf
Einsam zieht er durch die Nacht
Einsam zieht der durch den Regen
Einsam zieht er so dahin
Dem Horizont entgegen.
Und er läuft durch die Wälder
Und er läuft durch die Nacht
Alleine über Berge
Auf seine Schritte stets bedacht.
Ein Kind der Wildnis
Ein Kind der Natur
Knurrend und heulend
Hinterlässt er seine Spur.
Am Himmel glänzt der Mond
Am Himmel leuchten Sterne
Man hört seine Laute
Schon aus weiter Ferne.
Jetzt riecht er seine Beute
Jetzt riecht er sein Mahl
Und stürzt sich darauf
In hungriger Qual.
Zerfleischt es in Stücke
Zerfleischt dessen Haut
Dem instinktiven Muster
Ist er vertraut.
Er sieht diesen Körper
Er sieht dieses Blut
Und suhlt sich darin
Welch höllische Brut.
Ein grausiges Spektakel
Ein grausiges Bild
Noch lange nicht
Ist sein Hunger gestillt.
Rot ist der Boden
Rot ist die Rose
Schwarz der Tod
Und er der Virtuose.
Rot sind die Herzen
Rot auch die Liebe
Abscheulich erschreckend
Der Wolf und seine Triebe.
Copyright © 2010 by Michael Cole