
Dämmerung
Des Lebens Sinn,
Nicht leicht zu finden.
Zu schnell dahin,
Die Geister schwinden.
Der Nebel, der bleibt,
Er heißt Vergessen,
Was immer er treibt,
Im Nachhinein wirkt es vermessen.
Was Planung auch ist,
Sie erweist sich als leer,
Wieviel Kraft sie auch frißt,
Das Erfüllen fällt schwer.
Der Berg gehüllt ins Dunkel,
Was fehlt ist das Quentchen Licht,
In der Ferne ein leises Grollen,
Auf Donner folgt immer ein Blitz.
Doch was wenn der Donner verstummt,
Wenn der Blitz den Himmel nicht mehr teilt,
Was ist, wenn das Leben vermummt,
An den Opfern der Stunde vorübereilt.
Ist das der beschriebene letzte Tag,
Oder nur eine Vision,
Ist dies die Rettung, welche der Mensch vermag,
Oder nur der gerechte Lohn?
Haben wir zu viel gewollt,
Einen Schritt zu weit gegangen,
Nicht schon genug Blut gezollt,
Genügend Seelen aufgehangen?
Was für ein Leben mag das sein,
Wenn es nicht von Sinn geprägt,
Wenn des Menschen Herz auf ewig allein,
Sich nicht mehr als nötig bewegt.
Kälte umfäßt des Sterblichen Gemüt,
Zieht es zusammen mit eisiger Hand,
Hat sich der Mensch denn nicht stets bemüht?
Sein Lebenswerk als größtes Pfand.
Und doch, welcher Wert liegt dem zu Grunde,
Wenn morgen schon vergessen ist,
Und niemals mehr in aller Munde,
Wer ich und wir und du nun bist.
Copyright © 2011 by John Poulsen