Ein schmaler Weg, gar schwer zu begehen,
Gewonnen hat nur, wer lernte zu verstehen,
Dass ein Wettlauf niemals endet vor der Zeit,
Erst nach Erreichen des Zieles ist man so weit,
Dass man den Lauf beenden kann,
Bis dahin stehe ein jeder Läufer seinen Mann.
Doch was ist der Preis, wenn der Lauf beendet,
Wenn das Blatt des Glückes sich dir zugewendet,
Wenn widerstanden den reißenden Winden der Athlet,
Wenn sein Herz auch nach dem Ziel noch schlägt,
Was folgt, wenn der letzte Schritt getan,
Fängt gar ein neues Leben für ihn an?
Nun, wer den Lauf zur Perfektion gebracht,
Hat oft an das Ziel und das danach gedacht,
Er schärft den Blick für den kommenden Tag,
So kann er überstehen, was ein anderer nicht vermag,
Er hat Licht und Schatten gesehen,
Hat es vermocht, den Wechsel zu verstehen.
Wenn der Lauf vollendet, dann folgt der Sieg,
Einem jeden vergönnt, der das Ziel dereinst sieht,
Denn im Lauf des Lebens kann man niemals Letzter sein,
Ein Jeder kämpft diesen Kampf für sich allein,
Und Sieger bleibt, wer nicht vergessen hat zu Leben,
Denn im Alltag kann große Verluste es geben.
Man verliert seine Liebe, seine Unschuld und die Treue,
Man verliert das Gewissen, spürt selten nur Reue,
Man verliert den Blick für Harmonie und Toleranz,
Und den Glauben an etwas, verliert man oft ganz,
Was bleibt, ist die Leere, die den Menschen dann quält,
Bis eines Tages vor Blindheit er fällt.
Zu schwach sich wieder zu erheben,
Dem eigenen Schicksal längst schon ergeben,
Ein Schicksal, dem du nur entfliehst,
Wenn das Ziel stets vor Augen du siehst,
Denn nur wer den Lauf bis zum Ende zu meistern vermag,
Wird lächelnd dann gehen, an seinem letzten Tag.
© John Poulsen