
Sternenwelten

Ernst Vlcek
Ein Nachruf
von Gunter Arentzen
Phantastik made in Austria hatte einen Namen – Ernst Vlcek. Wie kaum ein anderer stand dieser Mann für phantastische Romane quer durch die Genres. Leser von Perry Rhodan kannten ihn nicht nur als engagierten Autor unzähliger Romane dieser Serie, sondern auch als geschätzten Exposé-Autoren.
Doch nicht Science-Fiction war das Metier dieses Mannes, sondern auch Fantasy (Mythor) und – unvergessen – der Horror. So schuf er mit Dämonenkiller eine neue Serie, die bis heute fortbesteht.
Nun also ging dieser Mann der Phantastik von uns, aus dem Leben gerissen in einer Phase, in der sein Schaffen unvermindert anhielt.
Blickt man auf sein Lebenswerk, kann man sicher sehr viel mehr dazu sagen. Man kann an dieser Stelle weiterhin aufzählen, welch unvergessene Beiträge zur phantastischen Literatur er schuf, welche Serien er federführend mitgestaltete und womit er sich in den letzten Jahren seines Lebens befasste.
Doch käme dies einer Reduzierung auf sein Schaffen gleich, ein Herauspicken eines Aspekts, der in Momenten wie diesen doch so nebensächlich erscheint. Denn was wichtiger ist als jeder Roman, jeder Erfolg und jeder Titel ist der Mensch, und an diesen erinnern wir uns in diesem Augenblick. So, wie unsere Gedanken seinen Hinterbliebenen gelten, die nun in tiefer Trauer und Fassungslosigkeit den plötzliche Tod verkraften müssen.
Worte reichen oft nicht, um Trost zu spenden. Manche sind falsch, manche nur zur falschen Zeit gesagt. Darum schließe ich mit den Worten eines anderen, großen Wieners. Mögen sie den Hinterbliebenen Kraft und Trost spenden:
Zwischen ana Gegenwart
und ana Ewigkeit
liegt doch meistens nur a Atemzug
nur a klana Schritt für uns doch unendlich weit
er bringt uns zum Licht
und nimma zruck
(Rainhard Fendrich – Der Letzte Tag)
In tiefer Anteilnahme – Das gesamte Team von 
© G. Arentzen
|