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![]() Original-Titelbild |
Klappentext: |
„... da fühlt er plötzlich, dass seine Arme wie von einem Schraubstock umschlossen werden. Ohne sich der Gefahr bewusst zu sein, schnellt Pawlik hoch, befreit einen Arm, greift nach dem Buschmesser. Aber etwas Langes und Biegsames umschlingt den Arm und presst ihn mit furchtbarer Gewalt gegen die Brust. Ein paar Sekunden scheint es Pawlik, als kröchen über seinen Bauch, Rücken, seine Beine dicke Schlangenleiber, sich windend und ausstreckend. Blitzschnell ist Pawliks ganzer Körper dicht umflochten; er kann weder Arme noch Beine bewegen. Der Junge hebt die Augen und schreit entsetzt: ‚EIN KRAKE!’ Diesem Ungeheuer mit untertassengroßen Augen ist Pawlik auf seiner Forschungsreise durch die Meerestiefen noch nicht begegnet. Wo sind die Männer von der ‚Pionier’? Warum helfen sie nicht? Ein sehr geheimnisvolles U-Boot – technisch aufs modernste ausgerüstet – gleitet durch die Tiefen zweier Ozeane. Seit Pawlik von der Besatzung aus Seenot gerettet wurde, ist er Passagier auf der ‚Pionier’. Da er kühn und geschickt ist, darf er mit ‚Lord’ in das Meer tauchen, um die farbenprächtige Tiefseewelt kennenzulernen. |
Aufregend und lebensgefährlich sind diese Reisen und nicht selten muss der Junge harte Kämpfe mit den Meeresungeheuern führen. Auch auf der ‚Pionier’ gibt es merkwürdige Dinge. Was bedeuten die Morsezeichen INA 2...EZIT..., die Ingenieur Gorelow vom Meeresgrund sendet? Warum darf niemand in das kleine Metallkästchen des Ingenieurs schauen?
Bevor die ‚Pionier’ ihr Ziel – Wladiwostok – erreicht, sind Pawlik und die Schiffsbesatzung vielen Gefahren und Abenteuern ausgesetzt.“
In drei Teilen mit je 13 Kapiteln wird der Leser auf 404 Seiten in die faszinierende Unterwasserwelt versetzt. Er erlebt eine spannungsgeladene und abenteuerliche Reise des modernen U-Bootes „Pionier“, lernt die Besatzung kennen, erfährt Wissenswertes im Bereich der Meeresbiologie. Er ist Teilnehmer, wie sich die Besatzung gegen Spionage, Sabotage, Wasserbomben und Magnettorpedos zur Wehr setzt.
Beeindruckend bindet G. Adamow wissenschaftliche Erkenntnisse in die Rahmenhandlung ein.
Eine kleine Auswahl:
So benötigt das U-Boot „Pionier“ keinen herkömmlichen Treibstoff. Durch Elektrolyse gewonnener Sauerstoff und Wasserstoff werden über ein System von Tanks und Rohrleitungen in eine Brennkammer mit Hauptringdüse und kleinen Steuerdüsen geleitet und dort als Knallgas gezündet.
Vergleich: Die U-Boote der Klasse 212 wurden seit 1987 von den deutschen Firmen HDW und NSWE für die Deutsche Marine entwickelt. Die Klasse 212 U-Boote sind weltweit die ersten, die mit einem Brennstoffzellen-Hybridantrieb ausgerüstet sind: Der Elektroantrieb wird bei aufgetauchter Fahrt von einem (Kreislauf-) Diesel-Generator, unter Wasser aus einer Wasserstoff-Brennstoffzellenanlage
mit Strom versorgt. Diese hat ein deutlich besseres Leistungsgewicht als die sonst üblichen Bleiakkumulatoren.
Der Schiffsrumpf der „Pionier“ wurde aus Duralium, einer Legierung aus Aluminium, Kupfer, Mangan und Magnesium hergestellt. Damit ist das U-Boot so leicht und widerstandsfähig, dass es einen Druck von mehr als 1013 bar aushält und damit tiefer tauchen kann als herkömmliche U-Boote.
Durch die Form eines Pottwals und der Möglichkeit, den Schiffsrumpf bis auf 2000 oC zu erwärmen, erreicht die „Pionier“ mit Leichtigkeit eine Geschwindigkeit von 80 Knoten.
Unter Ausnutzung des Seebeck-Effekts (Entstehung einer elektrischen Spannung entlang eines Temperaturgradienten über einen elektrischen Leiter bedingt durch Thermodiffusionsströme), wird mit Hilfe von thermoelektrischen Kabelbatterien der benötigte Strom gewonnen.
Doch mehr möchte ich nicht erläutern und die Spannung beim Lesen dieses Romans unseren jungen Lesern erhalten.
Mit seinem Roman „Das Geheimnis zweier Ozeane“ war G. Adamow seiner Zeit weit voraus und reiht sich würdig in die Reihen solcher SF-Größen wie Jules Verne und Stanislav Lem ein.
Leider ist der Roman mittlerweile zu einer echten Rarität geworden und ist nur noch in Antiquariten sowie Auktionshäusern wie Ebay erhältlich.
Ein letzte Anmerkung sei mir gestattet. Im Jahre 1955 wurde der Roman bei Grusia-Film verfilmt.
Länge: 101 Minuten, FSK |
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