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Geisterwelten

In Blut geschrieben

»Und ich sah, als das Lamm eines von den sieben Siegeln öffnete; und ich hörte eines von den vier lebendigen Wesen wie eine Donnerstimme sagen: Komm! Und ich sah: und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, hatte einen Bogen; und eine Krone wurde ihm gegeben; und er zog aus, siegend und auf dass er siegte.
Und als es das zweite Siegel öffnete, hörte ich das zweite lebendige Wesen sagen: Komm! Und es zog aus ein anderes, feuerrotes Pferd; und dem, der darauf saß, ihm wurde gegeben den Frieden von der Erde zu nehmen, und dass sie einander schlachteten; und ein großes Schwert wurde ihm gegeben.
Und als es das dritte Siegel öffnete, hörte ich das dritte lebendige Wesen sagen: Komm! Und ich sah: und siehe, ein schwarzes Pferd, und der darauf saß hatte eine Waage in seiner Hand. Und ich hörte, wie eine Stimme inmitten der vier lebendigen Wesen sagte: Ein Chönix Weizen für einen Denar, und drei Chönix Gerste für einen Denar; und das Öl und den Wein beschädige nicht.
Und als es das vierte Siegel öffnet, hörte ich die Stimme des vierten lebendigen Wesens sag: Komm! Und ich sah: und siehe, ein fahles Pferd, und der darauf saß, seine Name war Tod; und der Hades folgte ihm. Und ihm wurde Gewalt gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit dem Schwert und mit Hunger und mit Tod und durch die wilden Tiere der Erde.«

Aus: Die Offenbarung des Johannes, 6,1 - 6,8

Sie sind ein bekannter und fester Bestandteil des deutschen Fandom. Überall, wo sie erscheinen, verbreiten sie Angst und Schrecken. Angelehnt an die Offenbarung des Johannes wählten PESTILENZ, KRIEG, HUNGER und TOD ihr Outfit: Ihre Kutten sind rot, braun, grau und schwarz.
In einer gar düsteren Nacht setzten sich die vier finsteren Gesellen in einer alten Marburger Kneipe zusammen und sinnten darüber nach, wie sie ihre literarischen Werke an den Mann bringen könnten. Reichlich Material hatte sich angesammelt, was veröffentlicht werden wollte. Ihr Entschluss: Gemeinsam schreiben, gemeinsam lesen und gemeinsam der Welt das Fürchten zu lehren.
So ähnlich war die Geburtsstunde der Apokalyptischen Schreiber mit Volker Ilse, Stefan Fels, Thomas Backus und Ralph Haselberger.

In all den Jahren der Existenz des Schreiberquintetts haben die vier Jungs so manchen Zuhörer mit ihren Geschichten auf den Cons in Dreieich und Marburg beglückt. Obwohl die Storys unterschiedlicher nicht sein können, verbindet sie jedoch der Gedanke, der Menschheit ihre Verderbtheit vor Augen zu führen.
Mit Teuflisch gut, Feindliche Übernahme (Hunger), Biografisch, Die Gedanken lasse ich treiben (Tod), Die Abart, Schnitzel, Was haben wir denn da (Pestilenz) und Die Sammlung (Krieg) bereicherten die Apokalyptischen Schreiber die 1. Persimplex-Anthologie. Ein erster Schritt auf die literarischen Bretter, die die Welt bedeuten? Vielleicht.
Fasziniert von ihrem Schreibstil und ihren Horrorgeschichten entschloss sich Verleger Peter Göring, die Apokalyptischen Schreiber zu fördern. Ergebnis dieser Förderung und kooperativen Zusammenarbeit wird die Buchpremiere von »In Blut geschrieben« während der Leipziger Buchmesse vom 18. - 21. März 2010 sein.

Volker, Stefan, Thomas und Ralph sind schon jetzt ganz aufgeregt. Unser Buch auf der Leipziger Buchmesse? Ist es nicht zu viel des Guten? Packen wir dies? Fragen über Fragen.
All diese Aufregung erlebte ich live während des letzten Stammtisches des Marburger Vereins für Phantastik. Es ist noch genügend Zeit, um sich auf dieses Event vorzubereiten. Am 21. März von 16:30 - 17:30 Uhr werden auf der Fantasy-Leseinsel, Halle 2, Stand G303 die Apokalyptischen Schreiber aus ihrem Buch lesen.
Auch wenn das Lampenfieber hoch ist und der Adrinalinspiegel steigt, sind Pestilenz, Krieg, Hunger und Tod in besten Händen, um die geneigte Leserschaft während des Events mit ihren ausgewählten Geschichten in ihren Bann zu ziehen. Mit dem Verlag und den Betreuern der Fantasy-Leseinsel (WerkZeugs unter Führung von Richard Haxel) an ihrer Seite kann eigentlich nichts schiefgehen.

Die Lesung als Videomitschnitt

Teil 1 der Lesung In Blut geschrieben (06:48 Minuten)
Teil 2 der Lesung In Blut geschrieben (05:15 Minuten)
Teil 3 der Lesung In Blut geschrieben (07:28 Minuten)
Teil 4 der Lesung In Blut geschrieben (10:07 Minuten)
Teil 5 der Lesung In Blut geschrieben (10:27 Minuten)
Teil 6 der Lesung In Blut geschrieben (06:16 Minuten)
Teil 7 der Lesung In Blut geschrieben (06:44 Minuten)

Das Buch

Die Apokalyptischen Schreiber
In Blut geschrieben


Horror, Hardcover
Persimplex Verlag, Schimm, Februar 2010
435 Seiten / 19,90 €
ISBN: 9783942157087

Grauenhafte Träume plagen die Menschheit seit Anbeginn der Zeit, und manchmal steckt mehr dahinter, als der faulige Kuss eines Albs. Die visionäre Kraft besonders schrecklicher Träume trieb vier finstere Gestalten in einer düsteren Nacht zusammen. Einer Eingebung folgend nannten sie sich fortan Die Apokalyptischen Schreiber. Seitdem widmet sich der Eine den kriegerischen Auseinandersetzungen, der Zweite den Visionen des Hungers, ein Dritter gibt sich den Krankheiten und Seuchen hin. Der Letzte betrachtet sich als Epilog all dessen. Dabei hat jeder der Vier seinen eigenen Stil, der sich mitunter so sehr von dem der anderen unterscheidet, wie die Farben ihrer Gewänder. Eines jedoch haben sie gemeinsam: Sie haben sich alle dem gleichen apokalyptischen Genre verschrieben. Manchmal so subtil, dass das Grauen erst in der folgenden Nacht an der Oberfläche des Bewusstseins kratzt, ein anderes Mal sehr direkt und aggressiv. In diesem Buch erwartet den Leser eine Fülle von Albträumen - in Blut auf Papier gebannt. Aber sind es wirklich nur Träume, oder handelt es sich bei den Apokalyptischen Schriften um eine Dokumentation des Grauens? Nehmt euch in acht, liebe Leser, denn die Antwort könnte euch den Schlaf rauben.

© Wolfgang Brandt

 

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