Die Phantastik-Szene in Deutschland ist wieder ein Stück ärmer geworden –
Werner Kurt Giesa ist tot.
Das einzig Wichtige im Leben
sind die Spuren von Liebe,
die wir hinterlassen,
wenn wir ungefragt weggehen
und Abschied nehmen müssen.
Albert Schweitzer
Viele Menschen werden geboren, leben ihr Leben und sterben, ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Anderen hingegen gelingt es, ein Werk zu erschaffen, das ihr eigenes Leben überdauert.
Ein solcher Mensch war Werner Kurt Giesa.
Der Autor unterhielt seine Leser dreißig Jahre lang mit spannenden, originellen Romanen und Kurzgeschichten.
Das bekannteste Werk des 1954 geborenen Autors dürfte mit Sicherheit »Professor Zamorra« sein, doch auch in anderen Serien und Sparten war Giesa zu Hause.
Sprechen wir aber nicht über den Autor, sondern über den Mensch. Denn er ist es, der nun – viel zu früh – von uns gegangen ist. Obwohl in der Welt der Heftromane eine bekannte Größe, suchte Giesa doch stets die Nähe zu seinen Lesern. Auf Cons wie in Frankfurt und Marburg war er ein gern gesehener Gast, mit seinem Humor und seiner Geduld unterhielt er bei Bastei-Meetings die angereisten Fans und plauderte aus dem Nähkästchen.
Auch in persönlichen Gesprächen zeigte sich Giesa stets offen.
In den letzten Jahren war es jedoch ruhiger um den Schriftsteller geworden, konnte er doch den Tod seiner 2005 verstorbenen Frau nie verwinden. So stand auch das von Geisterspiegel.de mit ihm geführte Interview ganz im Zeichen dieser Trauer, fand es doch auf dem Glauberg statt; einem Lieblingsort des Ehepaars Giesa. Prophetisch muten heute seine Worte an, als er sich nach Abschluss des Interviews von diesem Platz verabschiedete und dabei orakelte, dass er ihn wohl niemals wieder sehen würde. Worte, die auch auf seine lange, schwere Krankheit zurückzuführen sind.
Das Team des Geisterspiegels trauert um einen guten Freund und um einen der ganz Großen der deutschen Unterhaltungsliteratur.
Ruhe in Frieden, Werner.
Das Team von im Februar 2008 |