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Keine Zeugen, keine Spuren, keine Leiche. Josy, die zwölfjährige Tochter des bekannten Psychiaters Viktor Larenz, verschwindet unter mysteriösen Umständen. Ihr Schicksal bleibt ungeklärt. |
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Dieser Tag soll ihr letzter sein. Die renommierte Kriminalpsychologin Ira Samin hat ihren Selbstmord sorgfältig vorbereitet – zu schwer lastet der Tod ihrer ältesten Tochter auf ihrem Gewissen. Doch dann wird sie zu einem brutalen Geiseldrama in einem Radiosender gerufen. Ein Psychopath spielt ein makabres Spiel: Bei laufender Sendung ruft er wahllos Menschen an. Melden die sich am Telefon mit einer bestimmten Parole, wird eine Geisel freigelassen. Wenn nicht, wird eine erschossen. Der Mann droht, so lange weiterzuspielen, bis seine Verlobte zu ihm ins Studio kommt. Doch die ist seit einem halben Jahr tot. Ira beginnt mit einer aussichtslosen Verhandlung, bei der ihr Millionen Menschen zuhören … |
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Strafverteidiger Robert Stern ist wie vor den Kopf geschlagen, als er sieht, wer der geheimnisvolle Mandant ist, mit dem er sich auf einem abgelegenen und heruntergekommenen Industriegelände treffen soll: Simon, ein zehnjähriger Junge, zerbrechlich, todkrank – und fest überzeugt, in einem früheren Leben ein Mörder gewesen zu sein. Doch Robert Sterns Verblüffung wandelt sich in Entsetzen und Verwirrung, als er in jenem Keller, den Simon beschrieben hat, tatsächlich menschliche Überreste findet: ein Skelett, der Schädel mit einer Axt gespalten. Und dies ist erst der Anfang. Denn nicht nur berichtet Simon von weiteren, vor Jahren hingerichteten Opfern, schon bald wird auch die Gegenwart mörderisch … |
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Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den ›Seelenbrecher‹ nennt, genügt: Als man die Frauen wieder aufgreift, sind sie verwahrlost, psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem eigenen Körper begraben. |
Die Klappentexte verraten immer nur genau so viel, dass sie den Leser neugierig machen. Wer sich auf einen Thriller von Sebastian Fitzek einlässt, wird jedoch immer sehr schnell merken, dass die Handlung meist eine ganz andere Entwicklung nimmt, als auf dem Buch angekündigt war. Das Thema an sich spielt zwar anfänglich eine Rolle, doch dann nimmt der Autor den Leser durch ständige Überraschungsmomente mit auf ein Abenteuer, welches man nicht einfach nur liest, sondern in das man sich hineingezogen fühlt.
Beim „Amokspiel“ beispielsweise wartet man beim Lesen ständig darauf, dass das eigene Telefon klingelt. Desweiteren fiebert man mit der Heldin Ira Samin mit, hofft und bangt mit ihr und wartet auf die alles entscheidende Antwort, warum sie sich denn nun wirklich das Leben nehmen wollte und ob dieser Entschluss tatsächlich wirklich überlegt war.
Gesteigert wird dieses Bangen und Hoffen dann im „Seelenbrecher“. Durch die zwei Handlungsstränge bekam dieses Buch eine gewisse Art von Interaktivität verliehen, der sich der Leser nicht entziehen kann. Die detaillierten Beschreibungen versetzen den Leser direkt in das Geschehen in die Teufelsbergklinik hinein. Und auch wenn man das Buch fertig gelesen hat, ist die Handlung eigentlich noch nicht beendet. Erst dann bemerkt man als Leser, wie der Autor einen mit in die Handlung einbezogen hat. Das Grübeln setzt tatsächlich erst am Ende des Romans ein. Doch warum das so ist, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, um denjenigen, die eben dieses Buch noch nicht gelesen haben, nicht die Spannung zu nehmen.
Was Fitzeks Bücher so unverwechselbar macht, ist wohl das Spiel mit der menschlichen Psyche. Auf den ersten Blick meint man, dass in den Romanen viel Blut fließt, dass es viele Tote gibt. Doch schnell bemerkt man, dass die menschliche Grausamkeit, derer Fitzek sich bedient, viel schlimmer ist als Mord und Totschlag. Man möchte sich gewisse Situationen nicht einmal vorstellen, in die der Autor seine Protagonisten bringt. Nur diese Vorstellung allein reicht aus, um auch dem Leser eine Gänsehaut zu verleihen.
Was bei Fitzeks Büchern aber auch nicht unerwähnt bleiben darf, sind seine sehr liebevollen und ausführlichen Danksagungen. Es soll ja unterdessen schon Leser geben, die diese wegen des Unterhaltungswertes als Erstes lesen, obwohl sie am Schluss der Bücher erscheinen.
Es fehlt dabei auch niemals der Hinweis auf die E-Mail-Adresse des Autors mit dem Hinweis, dass er sich über jede Meinung freut und auch jede Mail beantwortet. Nun, das kann ich bestätigen, denn nur dadurch kamen der Kontakt zu Sebastian Fitzek, das Interview während der Buchmesse und dieser Beitrag erst zustande.
Alle Bücher sind im Knaur Verlag erschienen. Lübbe Audio hat mit dem Sprecher Simon Jäger die Hörbücher dazu produziert.
Quellen:
Persönlicher Kontakt mit dem Autor
www.knaur.de
www.sebastianfitzek.de
Interview geführt von Florian Hilleberg
© Anke Brandt