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Spannungswelten

Alexander Kent - Die Bolitho-Reihe

Historische Romane sind derzeit wieder groß im Kommen. Bedauerlicherweise wird der militärhistorische Roman nur wenig bedient, wohl aus Angst vor der Glorifizierung des Krieges an sich oder weil wir Deutschen uns gerade militärisch in diversen Ländern engagieren.
Einer der wenigen, die noch dieses Subgenre hochhalten, ist der mittlerweile 84jährige Douglas Reeman, besser bekannt unter dem Namen Alexander Kent.

Der Autor

Douglas Reeman wurde 1924 in Thames Ditton, Surrey in England geboren. Schon früh hat er sich für die Marinegeschichte interessiert und als der Zweite Weltkrieg ausbrach, meldete er sich als 16jähriger - sehr zum Leidwesen seiner Familie - als Freiwilliger in die Royal Navy. Dort brachte er es bis zum Lieutenant.
Nach dem Krieg hatte er diverse Berufe, unter anderem war er bei der Polizei in London. Als dann der Krieg in Korea ausbrach, meldete er sich wieder zum Dienst und blieb danach Marine-Reservist.
1957 fing Reeman an, marinemilitärhistorische Romane und Kurzgeschichten zu schreiben. Zunächst hatte er gar nicht vor zu veröffentlichen, sondern sich seine Erlebnisse von der Seele zu schreiben. Aber nachdem zwei Kurzgeschichten 1958 veröffentlicht wurden, schrieb er zunächst Romane aus der jüngsten Vergangenheit, bis er dann unter dem Namen Alexander Kent mit der Bolitho-Reihe begann. Zurzeit arbeitet er an dem 31. Band der Bolitho-Reihe.

Richard Bolitho - Ein (literarisches) Vorbild

In einer Zeit wie der unseren in der nichts mehr wirklich sicher ist, ist es, wichtig Vorbilder zu haben. Wenn wir uns dann aber mal umschauen, so finden wir in der realen Welt nur wenige Menschen, die als Vorbilder wirklich etwas taugen. Also müssen wir in der fiktiven Welt nach Vorbildern suchen.
Richard Bolitho ist so ein Vorbild! In 25 Büchern lernen wir einen Mann kennen, der für seine Überzeugungen kämpft, nicht nur für sein Land. Und dabei ist Richard Bolitho nicht der Saubermann, sondern ein Mann mit Ecken und Kanten, aber eben ein Mann mit Prinzipien.
Richard Bolitho ist das Dritte von vier Kindern und kommt aus einer traditionsreichen Marinefamilie. Sein älterer Bruder Hugh ist der Augapfel des Vaters und soll einmal das Anwesen übernehmen. Richard gilt als der Träumer. Aber gerade dieser Träumer ist es, der die Tradition der Familie hochhält und alle überflügeln wird. Sein Bruder hingegen wird die Familie und sein Land verraten. Seine Schuld wird schließlich gesühnt werden, denn er hinterlässt einen unehelichen Sohn - Adam -, der von Richard aufgenommen und erzogen wird und der nach Richards Tod die Tradition weiterführen wird.
Richards einziger »Fehler« sind die Frauen. Zwar verliebt er sich nicht so oft, aber wenn dann meistens in eine verheiratete Frau. Er heiratet zweimal. Seine erste Frau Cheney stirbt zusammen mit dem ungeborenen Kind, mit seiner zweiten Frau Belinda lebt er sich auseinander und fängt eine Affäre mit Catherine Somervell an, einer Frau, die er schon Jahre zuvor geliebt hatte. Diese Affäre wird ihn beim Volk beliebter und bei den hohen Herren verhasster machen. Aber er steht zu seiner Liebe und er kämpft um seine Liebe.
Gleich auf mehreren Schlachtfeldern muss sich Richard Bolitho behaupten. Richard ist ein Mensch, dem Freundschaft und Loyalität wichtig sind, der Vetternwirtschaft aber hasst. Manchmal vergisst er das und oft genug vergisst er sich selber, sodass seine Freunde ihn wieder auf den richtigen Weg lotsen müssen. Und Richard Bolitho interessiert sich nicht sonderlich für Konventionen. Einer seiner besten Freunde ist sein Steuermann John Allday. Ein Matrose, der einst gepresst (gezwungen) worden ist, für den König aufs Wasser zu gehen. Er trifft Richard auf dessen zweitem Kommando und bleibt bis zu seinem Tod an Richards Seite. Allday ist einer von zwei Männern, die Richard Bolitho wirklich unverblümt sagen können, was sie von seinen Aktionen halten. Der Zweite ist Thomas Herrick, der zunächst als Dritter Offizier, dann als Erster Offizier und schließlich als Flaggkapitän unter Richard dient. Diese Freundschaft ist ein ständiges Auf und Ab, und mehr als nur einmal müssen beide um ihre Freundschaft kämpfen.
Die Zeit, in der die Bolitho-Romane spielen, also ab Mitte des 18. Jahrhunderts, ist eine Zeit, in der die Kommandanten (Kapitäne) gleich nach Gott kommen. Sie sind die höchste Instanz auf einem Schiff, können fördern, fordern, bestrafen und sogar hinrichten. Es ist eine Zeit, in der der einfache Matrose so gut wie nichts zählt. Für Richard Bolitho sind die Matrosen nicht einfach nur Matrosen, es sind Menschen für ihn und so behandelt er sie auch. Strafen, wie Auspeitschungen, verhängt er nur selten und wenn, dann merkt man ihm an, wie sehr diese Strafe ihn selber schmerzt. Als sein Schiff »Phalarope«, das er von einem brutalen Kapitän übernimmt, schließlich meutert, sieht er das als sein persönliches Versagen an. Sowieso ist Richard Bolitho für einen Marineoffizier sehr selbstkritisch.
Das Schiff, das heißt die Mannschaft, kommt für ihn immer zuerst. Er hasst unnötiges Blutvergießen und streicht lieber die Flagge (aufgeben; die Schlacht beenden), als seine Leute zu verpulvern.
In dem Buch »Dem Vaterland zuliebe« (Band 23) gibt es eine wunderschöne Szene, die man eigentlich jedem Politiker, Manager und Banker um die Ohren schlagen sollte:
Kurz vor der Schlacht fragt der Flaggkapitän (Kapitän, der einen Admiral an Bord hat) einen Midshipman (Kadetten), was denn die Stärke eines Schiffes ist. Der Midshipman überlegt und nennt einige Teile des Schiffsrumpfes. Daraufhin führt der Kapitän den jungen Mann durch die verschiedenen Messen (Mannschaftsquartiere) des Schiffs. Am Ende sagt der Kapitän: »Menschen. Sie sind die Stärke eines Schiffes. Also lassen Sie sie niemals unnötig sterben!«
Ein Satz, den man auch gut auf eine Firma oder auf den Staat an sich beziehen kann.

Adam Bolitho - Der gefühlvolle Tiger

Adam Bolitho, ehemals Pascoe, ist der uneheliche Sohn von Hugh Bolitho. Er tritt zum ersten Mal in dem Buch »Feind in Sicht« (Band 12) auf. In diesem Band wird Richard Bolitho übrigens extrem geprüft.
Adam ist nach dem Tod seiner Mutter, die als Hure verschrien ist, zum Haus eines Onkels gewandert und ist dort auf seine Tante Nancy getroffen, dem jüngsten der Bolitho-Geschwister. Ihr Mann hat den Jungen dann auf das Schiff seines Onkels geschickt, wo er die Wahrheit über seinen Vater erfährt. In »Der Brandner« (Band 17) bekommt er den Namen Bolitho, da Richard ihn quasi adoptiert hat.
Adam ist auf eine Art und Weise wild und ruhelos, gleichzeitig aber extrem gefühlvoll und er schämt sich seiner Tränen nicht. Seiner ersten großen Liebe kann er nicht gerecht werden, da die Spannungen zwischen Großbritannien und Amerika immer größer werden, seine zweite große Liebe - Zenoria - darf er nicht lieben, da sie die Ehefrau seines Freundes Valentin Keen ist. Als sie Suizid begeht, ist er so verzweifelt, dass er alle Vorsicht über Bord wirft und fast dabei zugrunde geht. Letztendlich trifft auch er eine neue Liebe - Lowenna -, die er dann auch heiratet (»Schattenjagd«, Band 29). Nach dem Tod seines Onkels (»Das letzte Gefecht«, Band 25) tritt er in dessen Fußstapfen und hat bisher 5 eigenständige Abenteuer erlebt.

Die Bolitho-Reihe im historischen Kontext

»So nah wie möglich, so weit wie nötig!« ist ein Spruch, den Lehrer gern ihren Schülern mit auf den Weg geben, wenn sie eine Fremdsprachenklausur schreiben müssen.
So ähnlich kann man das auch bei historischen Romanen sagen. So nah wie möglich an der - bis dato bekannten - Geschichte bleiben, so weit wie nötig entfernt, damit es spannend bleibt.
Alexander Kent ist extrem nah an der Geschichte. Die großen Gefechte, die er anbringt, an denen Richard Bolitho teilweise mit dran teilnimmt, haben alle stattgefunden, genauso wie die große Meuterei, die Kent in dem Buch »Der Stolz der Flotte« (Band 13) eine Rolle spielen lässt.
Das Leben auf dem Schiff ist extrem gut beschrieben, vor allem weil Kent nicht nur die Seiten zeigt, die Richard Bolitho gern hätte, sondern auch die Schattenseiten, die Auspeitschungen, den Terror mancher Kapitäne.
Und Horatio Nelson, Our Nel, wie der berühmte britische kleine Admiral genannt wird. Er ist eine Figur, die immer mal wieder auftaucht, und sei es nur in Depeschen (Dienstanweisungen, manchmal auch private Briefe von Kommandant zu Kommandant). Zudem hat Alexander Kent seine Figur Richard Bolitho der Figur Horatio Nelson leicht angeglichen. Beide haben einen ähnlichen Lebensverlauf, beide eine Geliebte, beide werden bei den einfachen Leuten geliebt und von den meisten der großen Herren gehasst.
Es gibt nur wenige historische Romane, die von Nicht-Historikern oder Hobby-Historikern geschrieben wurden, die ich vorbehaltlos lesen kann. Die Bolitho-Romane gehören dazu.

Bibliographie der Bolitho-Reihe

Das Schöne an dieser Reihe ist, dass man die Bücher nicht in der Reihenfolge lesen MUSS. Wichtiges aus vorherigen Büchern wird erwähnt.
Lediglich »Das letzte Gefecht« und »Feindhafen Algier« empfehle ich wirklich nacheinander zu lesen und - wenn möglich - zwei oder drei Romane der Richard-Bolitho-Reihe lesen, bevor man »Das letzte Gefecht« liest.

Richard Bolitho

Die Feuertaufe: Richard Bolitho - Fähnrich zur See

  • Originaltitel: Richard Bolitho, Midshipman
  • Ullstein Taschenbuch

1772 - Gleich mit seinem ersten Kommando hat der junge Richard Bolitho eine harte Bewährungsprobe zu bestehen, denn die Flotte Seiner Majestät, des englischen Königs, hat Befehl, dem Piratenunwesen vor der Küste Senegals ein Ende zu machen. Wird Bolitho die Falle, die der Korsar Haddam für das Linienschiff » Gorgon« aufgebaut hat, sprengen können?

Strandwölfe: Richard Bolithos gefahrvoller Heimaturlaub

  • Originaltitel: Midshipman Bolitho and the 'Avenger'
  • Ullstein Taschenbuch

Dezember 1773: Nach vierzehn strapaziösen Monaten auf See an Bord der »Gorgon« kehrt Midshipman Richard Bolitho zurück nach England. Während das Linienschiff in Plymouth im Dock zur dringend notwendigen Überholung liegt, will er Weihnachten bei seinen Eltern in Falmouth verbringen. Doch daraus wird nichts, denn an der Küste Cornwalls treiben übelste Strandräuber, die gezielt Schiffsstrandungen herbeiführen, ihr Unwesen. Für Richard Bolitho heißt es, deren tödlichem Spuk ein Ende zu setzen …

Bruderschaft der See: Richard Bolitho in schweren Wassern

  • Originaltitel: Band Of Brothers
  • Ullstein Taschenbuch

Mit seinem neuesten Roman kehrt Alexander Kent nochmals mit einem dritten Band - nach »Die Feuertaufe« und »Strandwölfe« - zurück in die abenteuerlich wild bewegte Zeit des jungen Richard Bolitho als Midshipman und seines besten Freundes Martyn Dancer. Trotz ihrer so ganz und gar unterschiedlichen Herkunft halten die beiden seit den ersten Tagen ihres harten gemeinsamen Dienstbeginns an Bord der »Gorgon« zusammen wie Pech und Schwefel, stehen einander nahe, als seien sie Brüder. Doch dramatische Ereignisse drohen nun, diese Beziehung in die Brüche gehen zu lassen?

Kanonenfutter: Leutnant Bolithos Handstreich in Rio

  • Originaltitel: Stand Into Danger
  • Ullstein Taschenbuch

Richard Bolitho ist Leutnant geworden und läuft 1774 als Dritter Offizier auf der Fregatte »Destiny« nach Rio de Janeiro aus. Ihr Auftrag ist die Suche nach einem verschwundenen Goldtransporter, denn die Admiralität in London befürchtet, dass mit diesem Gold der Aufstand in den jungen amerikanischen Kolonien unterstützt wird. Am schweren Borddienst unter einem harten Kommandanten, am jähen Tod guter Freunde, aber auch an einer ersten Liebe reift Richard Bolitho zu dem Mann heran, der den späteren Seehelden schon ahnen lässt.

Zerfetzte Flaggen: Leutnant Richard Bolitho in der Karibik

  • Originaltitel: In Gallant Company
  • Ullstein Taschenbuch

1777 - Aus der Rebellion der amerikanischen Kolonien ist ein erbitterter Krieg gegen England geworden, der die Royal Navy vor eine harte Bewährungsprobe stellt. Als blutjunger Offizier nimmt Richard Bolitho an den gefährlichen Einsätzen des mit 80 Kanonen bestückten Linienschiffs »Trojan« und den dramatischen Seegefechten in den Gewässern der Bahamas teil. Nach der Eroberung einer Brigg erhält er das Kommando über diese Prise und damit die Gelegenheit, sich durch einen weiteren gewagten Handstreich ruhmreich auszuzeichnen.

Klar Schiff zum Gefecht: Richard Bolitho - Kapitän des Königs

  • Originaltitel: Sloop Of War (1)
  • Ullstein Taschenbuch

1778: Der amerikanische Unabhängigkeitskampf stellt die Royal Navy vor eine harte Bewährungsprobe. Nur deshalb erhält der junge Leutnant Bolitho sein erstes selbstständiges Kommando: auf der Korvette »Sparrow« als Begleitschutz einiger Versorgungsschiffe vom Flottenstützpunkt Antigua nach New Jersey. Ein Kaperschiff greift den Konvoi an, der nur knapp der Vernichtung entgeht, dann bringt ein Hurrikan die »Sparrow« vom Kurs ab.

Die Entscheidung: Kapitän Bolitho in der Falle

  • Originaltitel: Sloop Of War (2)
  • Ullstein Taschenbuch

1781: Die Briten kämpfen in der Chesapeake Bay darum, das aufständische Virginia zurückzuerobern. Doch dann erliegen ihre Truppen einer Täuschung durch die amerikanischen Rebellen. Mit Mut und seemännischem Geschick entsetzt Bolitho die Eingekesselten von See her - für den jungen Seehelden der Auftakt zu einer großartigen Laufbahn.

Bruderkampf: Richard Bolitho: Kapitän in Ketten

  • Originaltitel: To Glory We Steer
  • Ullstein Taschenbuch

1782 - Kaum wieder in der Heimat, wird Richard Bolitho mit seinem neuen Kommando, der Fregatte »Phalarope«, zurück nach Westindien beordert, um das karibische Geschwader zu verstärken. Doch die »Phalarope« ist ein Unglücksschiff, die Mannschaft rebellisch, die Offiziere nicht vertrauenswürdig.
Bei einer Landungsoperation gerät Richard in Gefangenschaft, kann aber letztendlich in der Schlacht bei den Iles des Saintes den Schandfleck vom Namen der »Phalarope« tilgen.

Der Piratenfürst: Fregattenkapitän Bolitho in der Java-See

  • Originaltitel: Command a King's Ship
  • Ullstein Taschenbuch

1784 - in der Straße von Malakka: Englands Ostindische Handelskompanie setzt an, in Indonesien Fuß zu fassen. Eine wichtige Rolle spielt dabei HMS »Undine« unter ihrem jungen Kommandanten Richard Bolitho. Mit intriganten Hofbeamten und einer verführerisch schönen Frau an Bord wird aus Bolithos Geheimauftrag bald ein erbitterter Kampf gegen Rebellen, Piraten und Saboteure - und gegen die eigene Leidenschaft für diese Frau.

Fieber an Bord: Fregattenkapitän Bolitho in Polynesien

  • Originaltitel: Passage To Mutiny
  • Ullstein Taschenbuch

1789 - Sydney, Australien
Richard Bolitho wird mit seinem neuen Kommando, der Fregatte »Tempest«, in den Südpazifik abkommandiert, um den Aufbau eines neuen Handelspostens zu unterstützen. Hin- und hergerissen zwischen privatem Glück und Pflichterfüllung muss Bolitho den Außenposten alleine gegen skrupellose Piraten und deren Verbündete verteidigen.

Des Königs Konterbande: Kapitän Bolitho und die Schattenbrüder

  • Originaltitel: With All Despatch
  • Ullstein Taschenbuch

1792 - Englands Südostküste
Richard Bolitho ist einer der wenigen Glücklichen, die in diesen Friedenszeiten, in denen die Marine stetig schrumpft, ein Kommando erhalten. Er soll mit einer Flottille von Kriegskuttern den Schmuggel vom Kontinent unterbinden - und geschmuggelt werden nicht nur Waren, sondern auch Flüchtlinge vor der Französischen Revolution. Durch einen selbstlosen Einsatz von Richards Bootssteuer und treuem Gefolgsmann Allday nimmt Bolitho die Spur der Organisation der »Schattenbrüder« auf, deren Kontakte bis nach Holland reichen ...

Nahkampf der Giganten: Flaggkapitän Bolitho bei der Blockade Frankreichs

  • Originaltitel: Form Line of Battle!
  • Ullstein Taschenbuch

1793 - Gibraltar. Der wachsenden Macht des revolutionären Frankreichs will England mit allen Mitteln begegnen. Und wie immer lautet die Devise: Mit der Flotte siegen oder untergehen. Eines ihrer ältesten Linienschiffe ist die »Hyperion«, mit der Kapitän Bolitho, von Gibraltar kommend, in einem kühnen Handstreich die Insel Cozar erobert. Von seinem ehrpusseligen Admiral im Stich gelassen, muss sich Bolitho der französischen Übermacht stellen - eine erbarmungslose Seeschlacht, in der das Schicksal der Blockade sich entscheiden wird ...

Feind in Sicht: Kommandant Bolithos Zweikampf im Atlantik

  • Originaltitel: Enemy In Sight!
  • Ullstein Taschenbuch

1795 - in der Biskaya: Kurz nach seiner Hochzeit mit Cheney muss Richard Bolitho mit seiner »Hyperion« und einer noch unerprobten Mannschaft auslaufen, um die britische Blockade der Seehäfen Frankreichs zu verstärken. Ein grausames Verbrechen, dem Kapitän Bolitho nur untätig zusehen kann, macht ihn zum Todfeind des französischen Generals Lequiller. Über Tausende von Seemeilen jagt er ihn bis nach Westindien und wieder zurück in die Biskaya, ehe er ihn in einem dramatischen Seegefecht bezwingen kann.

Der Stolz der Flotte: Flaggkapitän Bolitho vor der Barbareskenküste

  • Originaltitel: Flag Captain
  • Ullstein Taschenbuch

1793: Die Lage ist prekär. Im Krieg gegen Bonaparte wird die britische Flotte durch die Große Meuterei gelähmt. Nur die »Euralyus« unter Flaggkapitän Richard Bolitho schafft es, der französisch-spanischen Allianz bei ihrem Griff nach Nordafrika Paroli zu bieten. Weder arabische Piraten, ein Schiffbruch noch der weit überlegene Gegner vermögen Bolitho daran zu hindern, mit seinem Einsatz dem tief in seinem Stolz getroffenen England wieder Vertrauen in seine Flotte zu schenken.

Eine letzte Breitseite: Kommodore Bolitho im östlichen Mittelmeer

  • Originaltitel: Signal - Close Action!
  • Ullstein Taschenbuch

1798: Niemand außer Kommodore Bolitho ahnt, dass sich die französische Flotte vor Korfu sammelt. Nur ihm enthüllen sich die Absichten der Franzosen in ihrer letzten Konsequenz: die Eroberung Ägyptens und damit die freie Durchfahrt zum reichen Indien. In verzweifelten Gefechten kämpft sich der ebenso mutige wie politisch weitsichtige Bolitho zu Nelson durch und schont dabei weder Schiff noch Mannschaft.

Galeeren in der Ostsee: Konteradmiral Bolitho vor Kopenhagen

  • Originaltitel: The Inshore Squadron
  • Ullstein Taschenbuch

September 1800: England führt mittlerweile im siebten Jahr Krieg gegen Napoleon und dessen Verbündete. In unzähligen Auseinandersetzungen auf See hat sich Richard Bolitho längst einen legendären Ruf erkämpft. Zum Konteradmiral befördert, soll er deshalb nun als Flaggoffizier mit seinem Geschwader in der Ostsee gleichzeitig gegen die Dänen, Russen sowie die Franzosen operieren. Für ihn die härteste Bewährungsprobe seines bisherigen Dienstes in der Royal Navy ...

Admiral Bolithos Erbe: Ein Handstreich in der Biskaya

  • Originaltitel: A Tradition Of Victory
  • Ullstein Taschenbuch

England 1801: Nach der Schlacht von Kopenhagen kehrt Konteradmiral Richard Bolitho nach Falmouth zurück. Doch der verdiente Landurlaub endet abrupt, als ein Kurier aus London ihm den Befehl überbringt, sich unverzüglich bei Admiral Sir George Beauchamp zu melden. Der alte erfahrene Seelord traut dem Friedensangebot Napoleons nicht und rechnet mit einem Überraschungsangriff. Daher befiehlt er Bolithos Geschwader in die Biskaya, wo dieser die bei Lorient vermutete Invasionsflotte vernichten soll, eine fast unlösbare Aufgabe.

Der Brander: Admiral Bolitho im Kampf um die Karibik

  • Originaltitel: Success To The Brave
  • Ullstein Taschenbuch

1802 - Boston und Karibik. Der Friede von Amiens hat die beiden Erbfeinde England und Frankreich keineswegs versöhnt. Vizeadmiral Richard Bolitho, unterwegs in diplomatischer Mission, muss erleben, dass er mit seinem leichten Linienschiff »Achates« eher in einen unerklärten Krieg segelt. Politische Winkelzüge, Piraterie, Rebellion und schließlich Brandstiftung machen aus Bolithos Einsatz einen Kampf aller gegen alle.

Donner unter der Kimm: Admiral Bolitho und das Tribunal von Malta

  • Originaltitel: Colours Aloft!
  • Ullstein Taschenbuch

Herbst 1803: Vizeadmiral Richard Bolitho segelt mit der »Argonaute« als Flaggschiff und seinem Geschwader im Mittelmeer und schafft sich täglich neue Feinde: den Kapitän des Australienfahrers, von dem er eine misshandelte Gefangene entführt; den französischen Admiral, der den Seekrieg zu seiner privaten Racheaktion macht - und sogar seinen besten Freund, der in Malta über ihn richten soll. Dunkle Wolken hängen über Bolithos Kurs ...

Die Seemannsbraut: Sir Richard und die Ehre der Bolithos

  • Originaltitel: Honour This Day
  • Ullstein Taschenbuch

1804: Es steht schlecht um Englands Flotte im Kampf gegen Frankreich und Spanien. Um der Gefahr einer Invasion zu begegnen, schickt die Royal Navy ihren Vizeadmiral Sir Richard Bolitho in die Karibik: Gelingt es ihm, die reich beladenen Silbergaleeren der Spanier zu kapern, so bedeutet das eine entscheidende Schwächung des Gegners. Unter der Führung des Linienschiffs »Hyperion« schafft Bolithos kleines Geschwader den Geniestreich, was aber nicht verhindern kann, dass er nach seiner Rückkehr wieder einmal die Admiralität gegen sich aufbringt. Die Strafversetzung scheint unabwendbar.

Mauern aus Holz, Männer aus Eisen: Admiral Bolitho am Kap der Entscheidung

  • Originaltitel: The Only Victor
  • Ullstein Taschenbuch

Februar 1806: Vizeadmiral Richard Bolitho hat für die britische Krone das Kap der Guten Hoffnung von den Holländern zurückerobert. Allerdings ist in London kaum jemand gewillt, dieser Leistung die gebührende Anerkennung zu zollen, da er aufgrund des Skandals um seine Affäre mit Lady Somervell gesellschaftlich geächtet ist. Von daher wird Bolitho schleunigst nach Dänemark beordert, wo die zweite Schlacht um Kopenhagen bevorsteht. Und bei so einem blutigen Gefecht kann schließlich so manches passieren ...

Das letzte Riff: Admiral Bolitho - verschollen vor Westafrika

  • Originaltitel: Beyond The Reef
  • Ullstein Taschenbuch

1808: Noch nie war Sir Richard Bolitho dem Tod so nahe wie jetzt. Mit seinem Stab hatte er sich auf die nach Kapstadt bestimmte Brigg »Golden Plover« eingeschifft. Am Kap der Guten Hoffnung soll der Vizeadmiral ein neues Geschwader übernehmen. Doch aus Goldgier meutert unterwegs die Besatzung, es kommt zu einem blutigen Kampf und das Schiff strandet. Während man in England bereits um den tapfersten Seehelden seit Nelson trauert, treibt er in einem kleinen Boot auf dem Atlantik, von Durst gequält, von Haien umkreist.

Dämmerung über der See: Admiral Bolitho im Indischen Ozean

  • Originaltitel: The Darkening Sea
  • Ullstein Taschenbuch

1809 - Der Krieg gegen Napoleon ist auf dem Höhepunkt. Admiral Sir Richard Bolitho erhält den Befehl, auf der starken Fregatte »Valkyrie« zum Kap der Guten Hoffnung und weiter in den Indischen Ozean auszulaufen. Im Südatlantik kommt es zum schicksalsträchtigen Gefecht ...

Dem Vaterland zuliebe: Admiral Bolitho vor der Küste Amerikas

  • Originaltitel: For My Country's Freedom
  • Ullstein Taschenbuch

Man schreibt das Jahr 1811. Die britische Admiralität befürchtet, dass die Vereinigten Staaten von Amerika Englands König den Krieg erklären, um Napoleon Rückendeckung zu geben. Das würde bedeuten, dass die britischen Provinzen in Kanada auf dem Spiel stünden. Und so erhält Sir Richard Bolitho den Auftrag, in den Gewässern vor Halifax bis zu den Inseln unter dem Wind und Jamaika präsent zu sein, um zunächst nur die Schiffe und Geleitzüge zu schützen, die von dort mit reicher Fracht nach England unterwegs sind. Sir Richard schart auf der »Indomitable« die Männer seines Vertrauens um sich. Sie alle wissen: Sollte die Diplomatie versagen und der Krieg mit Amerika unvermeidlich werden, dann müssten sie kämpfen, kämpfen bis zum letzten Atemzug - dem Vaterland zuliebe.

Unter dem Georgskreuz: Admiral Bolitho im Kampf um Kanada

  • Originaltitel: Cross Of St. George
  • Ullstein Taschenbuch

1813 - Zeit der Napoleonischen Kriege. Kaum zurückgekehrt erhält Sir Richard Bolitho von der Admiralität in London das heikle Kommando, vor Halifax einen Blitzangriff der Amerikaner abzuschmettern. Mit seinen Getreuen führt er auf der »Indomitable« das Geschwader an, um die Yankees in den eisigen Gewässern vernichtend zu schlagen.

Das letzte Gefecht: Admiral Bolitho vor Malta

  • Originaltitel: Sword of Honour
  • Ullstein Taschenbuch

1814 - England zur Zeit der Napoleonischen Kriege: Napoleon ist siegreich geschlagen, doch Admiral Sir Richard Bolitho wird abermals nach Malta entsandt, wo schon einmal Ruhm und Tragödie sein Leben bestimmten. In den Gewässern vor Malta wird sich sein Schicksal in einer unerbitterlichen Seeschlacht entscheiden.

Adam Bolitho

Feindhafen Algier: Geheimauftrag für Adam Bolitho

  • Originaltitel: Second to None
  • Ullstein Taschenbuch

Um 1815: Napoleon hat Elba verlassen, und im Mittelmeer flackern alle Feindseligkeiten erneut auf. Adam Bolitho, Neffe des legendären Seehelden Richard Bolitho und Kommandant der Fregatte »Unrivalled«, vermisst den Ratschlag seines gefallenen Onkel bitterlich. Französische, spanische und holländische Schiffe werden zu unberechenbaren Gegnern für die Briten, während Piraten und Sklavenhändler immer dreister ihre eigenen Interessen verfolgen - doch Adam macht seinen berühmten Vorfahren alle Ehre.

Hatz ohne Erbarmen: Adam Bolithos Jagd auf die Sklavenschiffer

  • Originaltitel: Relentless Pursuit
  • Ullstein Taschenbuch

1815: Die Order, die Kapitän Adam Bolitho erhält, ist eindeutig. Mit seiner mit 46 Geschützen bestückten Fregatte »Unrivalled« soll er Kurs Westafrika nehmen und unter den Schiffen der skrupellosen Sklavenhändler, die von Freetown aus operieren, ein für alle Mal aufräumen. Keine einfache Mission, denn bisher waren den Briten kaum Erfolge im Kampf gegen die mit allen Wassern gewaschenen Menschenhändler und deren wendige Schnellsegler beschieden gewesen. Adam Bolithos Kühnheit und ganze Seemannschaft sind wieder einmal gefordert.

Unter Segeln vor Kanonen: Adam Bolitho im Kielwasser von Sir Richard

  • Originaltitel: Man of War
  • Ullstein Taschenbuch

März 1817: Die Männer an Bord Seiner Britannischen Majestät Fregatte » Unrivalled« können kaum glauben, dass Frieden herrscht, während sie die französische Küste passieren, die noch gestern Feindesland war. Adam Bolitho, durch und durch ein wagemutiger Kapitän, fürchtet, bald seines Kommandos enthoben zu werden. Statt dessen steht er vor der größten Herausforderung, seit er als würdiger Nachfolger des berühmten Sir Richard Bolitho in der Royal Navy Dienst tut: Er erhält das Kommando über die berüchtigte » Athena«, um in der Karibik die Interessen Englands durchzusetzen.

Schattenjagd: Adam Bolithos Sondermission

  • Originaltitel: Heart of Oak
  • Ullstein Taschenbuch

Februar 1818: Kapitän Adam Bolitho schätzt sich glücklich, dass ihm das Kommando über die neue mit 38 Kanonen bestückte »Onward« angetragen wird, die bei einer diplomatischen Geheimmission zusammen mit der französischen Fregatte »Nautilus« im Mittelmeer operieren soll. Nur ahnt er nicht, was ihn dabei erwartet ...

Tosende See: Adam Bolithos Einsatz im Atlantik

  • Originaltitel: Sword of Honour
  • Ullstein Taschenbuch

1819: Kapitän Adam Bolitho wird mit seiner 38-Kanonen-Fregatte »Onward« von der britischen Admiralität in die karibischen Gewässer beordert. Denn durch die politischen Entwicklungen, die Vereinigten Staaten haben Spanien Florida abgekauft, Simon Bolivar hat mit seinem Kampf gegen die spanische Herrschaft in Südamerika begonnen, sieht England seine Rolle als führende Seemacht in der gesamten Region bedroht. Zumal auch die Franzosen, Frieden hin und oder her, mit ihren Kriegsschiffen eine eigene Kanonenboot-Politik betreiben. Der zu begegnen bedeutet für Adam Bolitho eine Aufgabe, die mehr als nur seines seemännischen Muts und Könnens bedarf …

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Kim Reeman.

  1. www.ullstein-taschenbuch.de (deutsche Verlagsseite)
  2. www.bolithomaritimeproductions.com (Autorenwebseite in Englisch!)
  3. www.bolitho-und-co.de (Info-Seite über marinehistorische Bücher; inkl. Forum und Chat)

Siehe auch hier:

© C. Sibilitz

 

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