
Wunderwelten

Stephan Russbült
Der Autor, der beweist, dass Oger nicht dumm sein müssen

Der Autor
Stephan Russbült wurde am 22.12.1966 in Rendsburg geboren. Nach seiner Schulzeit erlernte er einen kaufmännischen Beruf und studierte anschließend BWL, doch blieb und bleibt er seiner kaufmännischen Tätigkeit treu. Heute arbeitet er als Einkäufer für Windkraftgetriebe, was sich auf den ersten Blick sehr spannend anhört, nach Aussage des Autors aber ein ganz normaler Beruf ist.
1983, im Alter von 17 Jahren, entdeckte Stephan Russbült das Pen und Paper Rollenspiel für sich und ist nach wie vor leidenschaftlicher Rollenspieler. Vor 26 Jahren fing es mit Dungeons & Dragons an, mittlerweile gehören auch die Spiele Call of Cthulhu und Shadowrun zu dieser Leidenschaft. Wenn er nicht spielt, dann liest der Autor gern, natürlich Fantasy oder man trifft ihn im Kino. Dort darf es nach seiner eigenen Aussage auch mal recht blutig zugehen im Gegensatz zu seinen bevorzugten Büchern.
Aus seinen Hobbys heraus entstand dann wohl irgendwann der Wunsch, ein eigenes Fantasy-Abenteuer zu Papier zu bringen. Im Jahr 2004 schrieb Stephan Russbült seinen ersten Ogerroman mit dem wunderbaren Titel „Die Oger“. Die Titelwahl lag natürlich nahe, denn es war die Zeit, als einige Verlage die Fantasywesen als Buchtitel nutzten und damit sehr erfolgreich eigene, lose Buchreihen veröffentlichten. Stephan Russbült schrieb ein Jahr lang an seinem ersten Roman, der dann 2008 bei Lübbe veröffentlicht wurde. Einige Monate später erschien dann auch schon der 2. Band „Der Rubin der Oger“ und für November 2009 ist Teil 3 mit dem Titel „Blutiger Winter“ angekündigt. Alle drei Romane entstanden in der Freizeit des Autors.
Stephan Russbült lebt mir seiner Frau und seinen 2 Kindern in Breiholz nahe am Nordostseekanal und wie er mir in einem Gespräch verraten hat, mag er kein Pfefferminz. Deshalb benutzt er Zahnpasta mit Erdbeergeschmack und pfeift auf die frische Brise eines Fishermans.

Die Bücher
Die Oger
Mogda ist ein Oger. Schon immer war er schwer von Begriff und führte ein einfältiges Dasein, das vornehmlich aus Fressen und Schlafen bestand. Eines Tages jedoch überfällt er einen Magier und erbeutet von ihm ein seltsames Amulett. Als er sich das Schmuckstück arglos überstreift, ist plötzlich alles anders als zuvor. Denn das Amulett besitzt magische Kräfte und verleiht Mogda etwas, das ihm bislang völlig fremd war: Intelligenz ...
Der Rubin der Oger
Ein riesiger Rubin, eine uralte Prophezeiung und ein Oger, wie er mutiger nicht sein kann: Tief unter dem Gebirge ihrer neuen Heimat bauen die Oger roten Marmor ab, mit dem sie Handel treiben. Eines Tages finden sie einen gewaltigen Rubin. Der Edelstein weckt nicht nur die Habgier der verbündeten Zwerge, auch ein geheimnisvoller Fremder interessiert sich sehr für ihn. Mit gutem Grund, denn der Stein birgt ein Geheimnis. Ein Geheimnis, das nur der kluge Oger Mogda zu lüften vermag ...
Blutiger Winter
Die Oger warten darauf, ihr Schicksal erfüllen zu können. Über den Inhalt des Buches liegt derzeit noch keine Vorschau vor. Aber im November 2009 wird sich das Geheimnis mit Erscheinen des Buches lüften.

Stephan Russbült liest am liebsten Fantasyromane, die ihn selbst zum Schmunzeln bringen. Und genau solche Romane hat er nun selbst auch geschrieben. Die Handlung wird erzählt aus der Sicht des Ogers Mogda, der durch ein Amulett Intelligenz verliehen bekommt. Dabei wird die Handlung, in der Welt Nelbor angesiedelt, dennoch kompakt und weitgefächert aufgebaut.
Stephan Russbült nimmt als Aufhänger für seine Handlung die plötzliche Intelligenz eines Ogers, dennoch vermag er es nicht, außer dieser Idee sonstige Neuerungen in die ersten beiden Bände einzubringen. Daran störten sich einige Rezensenten, doch irgendwie hatte ich selbst beim Lesen nicht das Gefühl, dass irgendetwas fehlt. Stephan Russbült, eingangs erwähnt ein leidenschaftlicher Rollenspieler, hält an der klassischen Struktur der Fantasy fest und weiß damit gut zu unterhalten. Er verzichtet – vielleicht ganz bewusst – auf Innovationen, die der Handlung letztendlich vielleicht gar nicht dienlich wären. Der Autor bedient sich lieber einer Stärke, die er wirklich zu vermitteln weiß – seinen ganz eigenen trockenen Humor, der sich insbesondere in den Dialogen zwischen den Ogern widerspiegelt. So manches Lächeln stahl sich während des Lesens auf mein Gesicht und damit haben die Bücher genau das erreicht, was sie sollten – sie haben mich gut unterhalten. Dabei bekam ich auch noch eine spannende Story geliefert, die neugierig auf den 3. Band macht.

Quellen:
© Anke Brandt
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