
Wunderwelten

Robert E. Howard -
Der Mann der Conan schuf
1906 – 1936
Teil 1

Bildquelle: http://en.wikisource.org/wiki/Author:Robert_E._Howard
Wer kennt ihn nicht? Den muskelbepackten, halbnackten Schwertkämpfer Conan, der in einem prähistorischen Zeitalter in Kimmerien, einem barbarischen Land des Hyborischen Kontinents seine Welt durchstreifte.
Der Erfinder dieser bedeutenden Fantasyfigur ist Robert Ervin Howard, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. Wenn er nicht am 11. Juni 1936 im Alter von 30 Jahren Selbstmord begangen hätte. Der schwere Schicksalsschlag um die Krankheit seiner Mutter ließ ihn diesen Schritt viel zu früh gehen.
Leider konnte er den späteren Erfolg seines Schaffens nicht mehr erleben, doch das Erbe, welches er seinen Lesern hinterlassen hat, krönt ihn zu einem der erfolgreichsten Autoren und Mitbegründer der Schwert- und Magie-Fantasy.
Geboren wurde Robert E. Howard am 22. Januar 1906 in Peaster, Texas als Sohn eines Arztes. Seine Schulzeit und den Rest seines zu kurzen Lebens verbrachte er in Cross Plains, einem kleinen Ort in Mitteltexas. Über sein Leben gibt es einen autobiographischen Roman:
Robert E. Howard: Rauher Sand und wilde Eichen
In diesem autobiographischen Roman beschreibt der "Mann, der Conan war" und der als Begründer der Sword-&-Sorcery-Literatur gelten darf, in verschlüsselter Form sein Leben. Umfassende Fußnoten ermöglichen die direkte Zuordnung von Romanhandlung und Wirklichkeit.
(Quelle: http://www.edfc.de/einedfcfant.htm )
Im Alter von 15 Jahren fing Howard mit dem Schreiben an. Mit 18 Jahren verkaufte er seine erste Geschichte „Spear and fang“ an das Pulp-Magazin „Weird Tales“. Bevor er jedoch vom Verkauf seiner Geschichten leben konnte, arbeitete er u.a. als Baumwollpflücker, Verkäufer, Landvermesser und Journalist. Das Schreiben wurde jedoch bald zu seiner Haupttätigkeit, und so erschienen seine Geschichten in diversen Pulp-Magazinen wie „Thrilling Adventures“, „Argosy“, „Top Notch“ und wie schon erwähnt „Weird Tales“.
Am bekanntesten neben Conan sind seine Geschichten um Kull von Atlantis, dem Pikten Bran MacMorn, dem irischen Piraten Turlogh O`Brien und dem englischen Puritaner Solomon Kane.
Howard versetzt den Leser fast immer in eine Scheinwelt voller starker Männer, schöner Frauen, Bestien, Dämonen und Magier. Er vereint Elemente des historischen Romans mit der Spannung von Gruselromanen und erzeugt so ein reines Lesevergnügen. Festlegen auf ein Genre kann man ihn aber nicht. Mit seinen Conan-Geschichten gilt er zwar als bedeutender Autor der Schwert- und Magie-Fantasy, jedoch hat er sich auch mit seinen Horror-, Piraten- und Westerngeschichten einen Namen gemacht. Im Bereich Horror übte H.P. Lovecraft, der „Vater“ des Cthulhu-Mythos und Brieffreund von Howard, großen Einfluss auf ihn aus.
Die Horrorgeschichtensammlung „Pigeons from Hell“, die zwischen 1928 und 1938 in „Weird Tales“ erschien, gehören zum Teil Lovecrafts Cthulhu-Mythos an.
„Beim Cthulhu-Mythos handelt es sich um einen von dem amerikanischen Horrorautor H. P. Lovecraft aufgegriffenen fiktiven Mythos, dessen wichtigster Bestandteil von im Necronomicon beschriebenen interdimensionalen Wesen mit übernatürlichen Kräften gebildet wird. Diese Wesen werden von Lovecraft als die „Alten“ oder die „Großen Alten“ bezeichnet. Sie stammen aus weit entfernten Teilen der Galaxie oder sogar des Universums und unterliegen Naturgesetzen, die sich der menschlichen Vorstellungskraft entziehen. Nach menschlichen Maßstäben verfügen sie über eine gottgleiche Macht und scheinen unsterblich zu sein.“
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Cthulhu-Mythos)

Bildquelle: http://www.abismoderol.com/rescthulhu.html
Abenteuergeschichten, wie z. B. „Sowers of Thunder“, „The Lost“ und „Valley of Iskandar“ hat Howard oft im Orient oder in Zentralasien angesiedelt. Hierbei hat er gut historisch recherchiert und seine Vorliebe für das Exotische rübergebracht. In diesem Zusammenhang sei noch erwähnt, dass Howard die Orte seiner Handlungen nie besucht hat.
Ausschlaggebend für Howards Berühmtheit waren dann aber letztendlich die Conan-Verfilmungen von 1982 und 1984 mit Arnold Schwarzenegger in der Titelrolle.
Zum 100. Geburtstag des Autors und zur Neuverfilmung brachte und bringt der Heyne-Verlag erstmals die Original-Conan-Erzählungen in 3 Sammelbänden heraus.
Band 1, erschienen im März 2006

|
Etwa zur selben Zeit, in der J. R. R. Tolkien sein legendäres Mittelerde entwarf, schuf der Amerikaner Robert E. Howard den Inbegriff des Fantasy-Helden: Conan, der Barbar. Eine Figur, die – von zahllosen anderen Autoren fortgeschrieben – bis heute Millionen von Lesern und Kinogängern begeistert. Doch hinter dem Klischee des muskelbepackten, schwertschwingenden Kriegers ist eine erzählerische Tiefe und mythenschöpfende Kraft zu entdecken, wie es sie in der fantastischen Literatur so nie wieder gegeben hat. |
Band 2, erschienen im Juli 2006

|
Die Fortsetzung der einmaligen „Conan“-Ausgabe
Robert E. Howards Original-„Conan“-Erzählungen aus dem Jahr 1934 erstmals in einem Band – vollständig überarbeitet und mit Illustrationen von Gary Gianni. |
Band 3, erscheint im April 2007

|
Er ist der Vater aller Fantasy-Helden – Conan der Barbar. Keine andere Figur hat die Fantasy-Literatur so geprägt wie der wortkarge und schlagkräftige Abenteurer aus Cimmerien. Mit dem dritten Band liegt die einzigartige Edition der Original-„Conan“-Erzählungen Robert E.Howards nun erstmals vollständig vor – ein Muss für alle Fantasy-Fans. |
Diese drei Ausgaben vereinen die Originalausgaben von Robert E. Howard. Viele Autoren wie z. B. Lin Carter, Lyon Sprague de Camp, Robert Jordan, Steve Perry haben die Geschichten fortgesetzt und so nicht zuletzt dazu beigetragen, das der Conan-Kult die Zeit überdauert hat.
Leider sind ansonsten in deutscher Sprache keine weiteren Geschichten aufgelegt. Im Moment jedenfalls. In englischer Sprache kann man außer Conan noch verschiedene andere Bücher bekommen: „The Savage Tales of Solomon Kane“, „Bran MacMorn: The Last King“, „Kull: Exile of Atlantis“, „The Weird Works of Robert E. Howard“, um nur einige zu nennen. Vielleicht wird es in naher Zukunft auch da noch Übersetzungen geben. Das wäre doch ein schönes Geschenk zu einem 100. Geburtstag.

Bildquelle: www.gwillick.com
Weitere Quellen:
www.wikipedia.de
http://boogeyman.net/howard/howard.htm
www.heyne.de
|