
Wunderwelten

Daniela Knor
Vom Rollenspiel zum Elbensang
Am 30.10.1972 erblickte in Mainz ein kleines Mädchen das Licht der Welt, für das schon wenige Jahre später klar war, sie wird Autorin. Sie konnte kaum richtig schreiben und lesen, brachte die Grundschule hinter sich, und begann, Einhorngeschichten aufs Papier zu bringen. Aus Geschichten wurden bald Romane, die zum Teil während der Unterrichtsstunden entstanden, wenn Daniela Knor sich mal wieder furchtbar langweilte. Dennoch brachte sie die Schulzeit erfolgreich hinter sich und begann Anglistik, Ethnologie und Vor- und Frühgeschichte zu studieren. Allerdings merkte sie bald, dass das nicht die Erfüllung brachte, deshalb entschied sie sich, Geschichte, Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Psychologie im Fernstudium zu absolvieren. Vielleicht war es genau diese Kombination, die ihr den Weg zu ihrem Traumberuf als Autorin ebnete.
Eines war für die junge Frau von Anfang an klar - Schreiben sollte kein Hobby sein. Sie arbeitete bereits während ihres Studiums an ihrer Berufung und reichte Texte bei Verlagen ein. Nach den üblichen Absagen kam ihr die Idee, ihr Hobby Rollenspiel mit ihrem Berufsziel zu verbinden. So entstanden die ersten Zeilen zu »Das schwarze Auge«, von denen man bei Fantasy Productions sofort überzeugt war. Es entstand eine enge Zusammenarbeit zwischen der Autorin und Fantasy Productions, aus der bisher sieben DSA-Romane hervorgegangen sind, unter anderen »Der Tag des Zorns« (2001), »Blaues Licht« (2003), »Dunkle Tiefen« (2005) und zwei Romane zu »Rhiana«. Durch diese Arbeiten wurden im Lauf der Zeit Lektoren größerer Verlage auf Daniela Knor aufmerksam und es kam der Tag, an dem ihre eigenen Projekte in den Vordergrund treten durften. Die Erfahrungen, die sie beim Schreiben der DSA-Romane gesammelt hatte, kamen ihr dabei natürlich zugute, doch das Jahr 2008 war nun offensichtlich der richtige Zeitpunkt für die Veröffentlichung von »Nachtreiter«, des ersten Romans der »Elbensang-Trilogie«. Die Fantasy boomte, wurde zu einem Massenphänomen und Daniela Knor leistete mit ihrem Roman einen Beitrag, um all die fantasygierigen Leser zufrieden zu stellen. Im Jahr darauf erschien mit »Sternenwächter« der 2. Teil der Trilogie, der 3. Band ist in Vorbereitung.
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Über die Steppe Phykadoniens, die Heimat der beiden Krieger Braninn und Grachann, bricht ein unerklärliches Ereignis herein: Immerwährende Dunkelheit schiebt sich über das Land und vertreibt alles Licht aus dem Leben der Steppenreiter. Als ihr Herrscher Ertann sein Volk zum Krieg gegen das Nachbarland Sarmyn aufstachelt, ahnen Braninn und Grachann: Ertann selbst steht mit Dämonen im Bunde. Auf der Flucht verschlägt es die beiden Freunde ausgerechnet ins feindliche Sarmyn. Doch dort finden sie Hilfe. Zwei sarmynische Ritter und eine geheimnisvolle Reisende schließen sich ihnen an. Gelingt es den ehemaligen Gegnern, ihre Welt der dunklen Macht der Dämonen zu entreißen? Fesselnd und atmosphärisch erzählt Daniela Knor von einer Welt voller Magie, einer widernatürlichen Macht und der Grenzen überwindenden Kraft der Freundschaft.
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Das Licht ist nach Phykadon zurückgekehrt, aber anstatt Grachann für seine Taten zu danken, klagt ihn der Rat der Häuptlinge als Verräter an. Grachann will seine Unschuld beweisen, doch die Weltenwanderin hat andere Pläne mit ihm.
In Sarmyn dagegen wird Regin als Held gefeiert. Niemand außer ihm ahnt, welche Saat des Bösen sich in ihm regt, um durch ihn auf den Thron des Reiches zu gelangen. Verzweifelt wendet er sich an den einzigen Ritter, dem er vertrauen kann. Arion reitet auf der Suche nach Hilfe gen Norden, wo die alten Götter noch Einfluss haben sollen, und gerät auf der gefährlichen Reise durch das Gebirge der Riesen zwischen unerwartete Fronten. Während er und seine Gefährten um ihr Leben ringen, droht Regin der dunklen Macht zu unterliegen ... |
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Daniela Knors Romane heben sich aus der derzeitigen Schwemme von All Age Romanen ab. Die Autorin richtet sich mit ihren Büchern bewusst an erwachsene Leser, obwohl sie dazu selber sagt, dass sie als Jugendliche auch eher die unheimliche Atmosphäre, wie sie sie heute entwickelt, gelesen hat. Daniela Knor hat Protagonisten erschaffen, die sich meist nicht in ein Gut-Böse-Schema pressen lassen, sondern durch Fehler und Zweifel glaubhaft wirken. Das macht ihre Romane und ihren Stil unverwechselbar und deshalb sollten ihre Bücher in keinem Fantasyregal fehlen, da sie eine erfrischende Abwechslung im Genre bergen.
Quellen: www.daniela-knor.de
Gespräch mit der Autorin während der Frankfurter Buchmesse 2008 Bild der Autorin von Anke Brandt
© Anke Brandt
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