
Wunderwelten

Heide Solveig Göttner
Die Priesterin der Türme
Die Insel der Stürme 1
„Mythen, Abenteuer und eine gehörige Portion Sense of Wonder, das ist der Stoff, aus dem Heide Solveig Göttner ihr Debüt gewoben hat. Ein fesselnder Text, originelle Charaktere, Spannung und Exotik in harmonischer Balance. Amra, die Dienerin des Totengottes, gebietet über magische Kräfte. Eines Tages verhaften die Reiter der Stadt ein Mädchen mit türkisfarbenen Augen, wie nur Göttinnen sie haben, und trachten ihm nach dem Leben. Lillia ist kein gewöhnliches Kind, und sie prophezeit dem Land eine verheerende Katastrophe. Gemeinsam mit Amra gelingt ihr die Flucht in die Weite der Wüste – einem ungewissen Schicksal entgegen … Eine Entdeckung für alle Freunde epischer Fantasy von Marion Zimmer Bradley bis Anne McCaffrey.“
Dieses Buch ist rein von der Optik nicht gerade eins, was ich hätte lesen wollen. Das Cover passt nur zu gut in die Kategorie „epische Fantasy“, und wer die Vorstellung meiner Person gelesen hat, weiß, dass ich dieses Genre nicht wirklich mag. Doch nachdem ich die Autorin kennen gelernt hatte, fühlte ich mich dann doch ein wenig dazu verpflichtet.
Und das Fazit gleich vorneweg: Es hat sich unbedingt gelohnt!
Die Handlung beginnt in einer Grabkammer, und genau dieser Ort stimmt den Leser auf die Handlung ein. Die ganze Geschichte gestaltet sich irgendwie traurig und faszinierend zugleich. Die Faszination ergibt sich zwangsläufig aus dem Erzählstil der Autorin. Sehr detailliert beschreibt sie die Orte der Handlung und noch feinfühliger werden während der Handlung die Protagonisten charakterisiert.
Traurig machte mich die Handlung selbst. Die „Grabkammerstimmung“ vom Anfang setzt sich fort in einem Erdbeben, einem Überfall auf die Stadt Calaxi „Die Freundliche“ und der endlos scheinenden Flucht durch die Wüste. Dabei ist alles so anschaulich beschrieben, dass man als Leser mitleidet und auf ein gutes Ende hofft. Und das Ende des ersten Bandes ist meiner Meinung nach genial gelungen, denn die Autorin hat mit dem Ende des Buches zugleich einen Anfang geschrieben. Ob das Ende nun unbedingt gut ist, möchte ich hier offen lassen, es ist jedoch ein vorläufiger Schluss (im Gegensatz zu Tad Williams` Otherland Teil 1, da hörte die Geschichte beinahe mitten im Satz auf). Und Heide Solveig Göttner zeigt hier, dass man auch mit so einem Ende die Spannung erhalten kann. Ich freue mich nun schon auf den 2. Teil dieser Trilogie, welcher im Frühjahr erscheinen soll.
Die Autorin
Heide Solveig Göttner
Heide Solveig Göttner, geboren 1969 in München, wuchs mit Feensagen und Rittergeschichten auf und studierte Anglistik. Wenn sie keine Reisen zu archäologischen Stätten und Inselwelten unternimmt, arbeitet sie als Dozentin für Englisch und Deutsch. Heide Solveig Göttner lebt mit ihrem sardischen Freund und dem schwarzen Retriever Chato in einer umgebauten Scheune im Schwarzwald. Weiteres zur Autorin:
www.heidesolveig-goettner.com
Ein Interview mit Heide Solveig-Göttner ist HIER zu finden.
Quelle: www.piper.de
|