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Babysitter Wanted
Angie nimmt Abschied von ihrer Mutter. Eine traurige Angelegenheit, denn die junge Frau verlässt ihr Elternhaus. Allerdings nur, um aufs College zu gehen. Trotzdem für die beiden ein Grund, erst einmal gemeinsam zu beten. Denn das Böse lauert dort draußen – und zwar in Form einer drogenabhängigen Schlampe, mit der sich Angie erst mal das Zimmer teilen muss. Nicht einmal ein Bett hat sie, und so verbringt sie ihre erste Nacht auf einer total versifften Couch. Bis jetzt hatte ich die Befürchtung, dass der Film in die üblichen Klischees abdriften könnte, aber als Angie auf dem mit Müll überhäuften Tisch eine Wasserpfeife entdeckt, huscht eine Gedanke über ihr Gesicht. Warum eigentlich nicht. Sie zückt ein Feuerzeug – und zündet eine Kirchenkerze an. Richtig klasse. Überhaupt weiß der Film durch und durch zu überzeugen. Gute Darsteller (insbesondere Sarah Thompson, von der ich noch sehr viele gute Filme erwarte), als auch Kameraführung, Schnitt usw. Einer der Regisseure ist auch der Autor des Films, er setzt also seine eigene Vision um. Angie hat ja nun kein Bett, und leider auch kein Geld. Aber auf der studentischen Pinnwand sind nicht nur diverse Vermisstenanzeigen, sondern auch eine Anzeige Babysitter Wanted. Obwohl das zu betreuende Kind weit außerhalb auf einer Farm wohnt, nimmt sie den Job an. Ein geiler Film, nicht ganz so blutig, wie erwartet, dafür aber sehr innovativ! Leider ist der Film in Deutschland geschnitten. Die Schlachtszene ist trotzdem immer noch recht deutlich (wenngleich anatomisch nicht korrekt, lasst euch das von einem Ex-Metzger sagen). In der Verleihfassung fehlen 1 Minute 41 Sekunden; in der Verkaufsfassung noch mal 2 Minuten mehr ... In solchen Fällen bin ich nicht stolz, ein Deutscher zu sein! |
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Mari ist eine junges, lebenslustiges Mädchen, und ihre Freundin Paige ist noch ein bisschen wilder. Die beiden Mädchen denken sich nichts dabei, dass sie mit einem fremden Jungen auf dessen Motelzimmer gehen, um dort zu kiffen. Der Junge an sich ist auch nicht das Problem – wohl aber sein Vater und sein Onkel, die beide Gewaltverbrecher der übelsten Sorte sind. Die Mädchen werden auf brutalste Weise misshandelt und vergewaltigt. Während Paige stirbt, kann sich Mari mit letzter Kraft in das Haus ihrer Eltern schleppen. Ausgerechnet dort sucht die Bande nach einer Autopanne Unterschlupf. Als die Eltern herausfinden, wer sich da bei ihnen eingenistet hat, nehmen sie gnadenlos Rache. So platt die Story an sich auch ist, der Film lebt von einer ungeheuren Spannung. Oftmals bleibt einem der Atem weg, und man ist sich nicht sicher, ob das, was man gerade gesehen hat, man auch wirklich gesehen hat. Der Film ist hart und schonungslos, und alles andere als gewaltverherrlichend, ganz im Gegenteil, selbst bei der blutigen Rache der Eltern hat man nicht das Gefühl, Ja, das haben die verdient (obwohl sie es haben), sondern Oh Gott, ist das übel. Man hat nicht mehr das Gefühl, dass das die Guten sind. Alles in allem ist dieses Remake ein hervorragender Film, der emotional aufwühlt, und Fragen über Gut und Böse aufwirft. Aber ich schätze mal, dass es ihn nicht lange in dieser Fassung zu sehen geben wird! |
Nachdem ich das Remake dieses Films gesehen hatte, wollte ich mir auch das Original ansehen. Immerhin war das der erste Film von Wes Craven, der das Horrorgenre um Filme wie Nightmare On Elmstreet und Scream bereicherte. Nun, die DVD, die ich dann erstand, war so extrem gekürzt, dass ich die Aufregung um diesen Film absolut nicht nachvollziehen konnte. Im Grunde waren sämtliche Gewaltszenen herausgeschnitten – und das, was übrig blieb, war peinlich. Das fängt bei der Musik an. Ragtime, sicherlich als Kontrast zu der gezeigten Gewalt gedacht, macht diesen Film zu einer Slapstickkomödie. Der Eindruck wird noch durch die absolut dämlichen Charaktere unterstützt – die Polizisten erinnern an die inkompetenten Ordnungshüter aus Pipi Langstrumpf und der Sohn des Obervergewaltigers ist ein absoluter Trottel. Mir ist echt fraglich, wie man diesen Film als einen Meilenstein des Horrorgenres bezeichnen kann! Gottseidank hat sich Wes Craven weiterentwickelt, und immerhin hat er die Vorlage für ein hervorragendes Remake geliefert. |
My Bloody Valentine 3D(My Bloody Valentine 3D) USA 2009 Kinowelt - FSK 18 - 96:51 Minuten Regie: Patrick Lussier - Writers: Todd Farmer, Zane Smith Darsteller: Jensen Ackles ... Tom Hanniger Jaime King ... Sarah Palmer Kerr Smith ... Axel Palmer Betsy Rue ... Irene Edi Gathegi ... Deputy Martin Tom Atkins ... Sheriff Jim Burke Kevin Tighe ... Ben Foley Megan Boone ... Megan Karen Baum ... Deputy Ferris Joy de la Paz ... Rosa In der kleinen Bergwerksstadt Harmony kommt es zu einem schweren Grubenunglück. Der einzige Überlebende mutiert zum Massenmörder, als er aus dem Koma erwacht, richtet er in dem Krankenhaus ein Blutbad an, bevor er spurlos verschwindet ... |
Blutiger Valentinstag
Weil die Verantwortlichen den alljährlichen Valentinstagsball besuchen, kommt es zu einer Methangasexplosion. Letzten Endes wird nur ein Überlebender geborgen - Harry Warden. Er ermordet säumige Aufseher und packt ihre Herzen in Geschenkschachteln. Ferner verspricht er, jeden zu töten, der es wagen sollte, jemals wieder eine Valentinstagsfeier zu veranstalten. |
It's Alive(It's Alive) USA 2008 Kinowelt - FSK 18 - 79:59 Minuten Regie: Josef Rusnak - Writers: Larry Cohen, Paul Sopocy, James Portolese Darsteller: Bijou Phillips ... Lenore Harker James Murray ... Frank Davis Raphaël Coleman ... Chris Davis Owen Teale ... Sgt. Perkins Ty Glaser ... Marnie Jack Ellis ... Prof. Baldwin Arkie Reece ... Perry Todd Jensen ... Dr. Orbinson Skye Bennett ... Nicole Laura Giosh ... Officer Marcos (as Laura Josh Marcov) Sigal Diamant ... Nurse Betty Als die Studentin Lenore Harker schwanger ist, hat sie einen festen Freund, der auch bereit ist, hart zu arbeiten, um seine Familie zu ernähren. Somit ist das schon mal nicht die übliche Teenieschwangerschaft. Doch was dann im Kreißsaal passiert, ist schon ziemlich heftig. Sämtliche Schwestern und Ärzte überleben die Geburt nicht. Sicher ist ziemlich schnell klar (allein schon wegen des Covers), wer sich hier so fröhlich durch Tier und Mensch frisst – ja, das Kleine hat großen Hunger, aber der Film deutet das eher an und spielt mit dem, was er nicht zeigt. Übrigens ist auch dieser Film ein Remake. Das Original kam 1974 unter dem Titel Die Wiege des Bösen (It's Alive) in die Kinos, und sein Regisseur und Autor Larry Cohen schob zwei weitere Fortsetzungen nach: 1978 Die Wiege des Satans (It Lives Again) und 1987 Die Wiege des Satans (Island of the Alive). Am Drehbuch des Remakes war Larry Cohen ebenfalls beteiligt. |
Drag Me To Hell(Drag Me To Hell) USA 2009 Universal - FSK 16 - 94:51 Minuten (Unrated Director's Cut) Regie: Sam Raimi - Writers: Sam Raimi, Ivan Raimi Darsteller: Alison Lohman ... Christine Brown Justin Long ... Clay Dalton Lorna Raver ... Mrs. Ganush Dileep Rao ... Rham Jas David Paymer ... Mr. Jacks Adriana Barraza ... Shaun San Dena Chelcie Ross ... Leonard Dalton Reggie Lee ... Stu Rubin Molly Cheek ... Trudy Dalton Bojana Novakovic ... Ilenka Ganush Kevin Foster ... Milos Nachdem Sam Raimi in letzter Zeit hauptsächlich den Spinnen zugetan war, freute ich mich, dass der Tanz der Teufel Regisseur mal wieder einen Horrorfilm machte. Eigentlich ist die junge Kreditsachbearbeiterin Christine Brown eine Liebe – aber sie will heiraten, und da trifft es sich gut, dass die Stelle des stellvertretenden Filialleiters neu ausgeschrieben wird. Jedoch hat sie einen Konkurrenten, dessen vom Direktor hervorgehobenste Eigenschaft ist, dass er auch harte Entscheidungen treffen kann. Mit der Hilfe eines Hellsehers und Mediums versucht sie, den Dämon zu bannen, aber Zigeunerflüche sind extrem hartnäckig! Drag Me To Hell ist nicht so blutig wie Tanz der Teufel und er wird das Horrorgenre nicht so nachhaltig beeinflussen – aber er bietet ein paar sehr skurrile Einfälle und eine sehr gruselige Atmosphäre. Besonders der besessene Ziegenbock hat mir gut gefallen! Allerdings kein Popcornkino – dafür ist der Film stellenweise viel zu schleimig! |
© Gus Backus