| Sie sind hier: Startseite - Kolumnen - Gus‘ DVD-Tipps - Jetzt wird's haarig: Die besten Werwolffilme! | ||||||||||||||||
|
||||||||||||||||
Big Bad Wolf(Big Bad Wolf) USA 2006 Splendid / I-On New Media - FSK 16 - 91:25 Min. Computec Media (PC ACTION + Film) - FSK 16 - 91:25 Min. Regie: Lance W. Dreesen Produzenten: Lance W. Dreesen, Clint Hutchison Writer: Lance W. Dreesen Darsteller: Trevor Duke, Kimberly J. Brown, Richard Tyson, Sarah Aldrich, Christopher Shyer, Andrew Bowen, Sarah Christine Smith, Jason Alan Smith, Adam Grimes, Robin Sydney, Adam Hendershott, Clint Howard Die Tage brachte einer der anderen Apokalyptischen Schreiber diese unscheinbare DVD mit zum Stammtisch. Bereits im Prolog sieht man eine Jagdgesellschaft im Dschungel. Etwas macht Jagd auf sie. Der Werwolf zerfetzt den Jagdführer, dann reißt er einem der Jäger das Bein ab. Okay, da weiß man, was einen erwartet. Nicht das beste Wolfskostüm (zu flache Schnauze), aber ganz okay. Ein bisschen trashig das Ganze, aber nicht zu viel. Im Hauptfilm fährt eine Gruppe Jugendlicher in eine Jagdhütte im Wald. Es ist Vollmond, und man erwartet ein Gemetzel. Man wird nicht enttäuscht! |
|||
|
|||
Nachdem ich diesen Film gesehen hatte, war ich voll in Werwolfstimmung und habe mir die beiden All-Time Klassiker noch mal reingezogen: Das Tier
Die Fernsehreporterin Karen White folgt einer Spur von Smileys, um den Serienkiller Eddie zu treffen. In der Vorführkabine eines Sexshops kommt es dann zu einer blutigen Begegnung. Eddie wird von der Polizei erschossen, aber irgendetwas ist da passiert, in dieser Kabine, was Karen verdrängt. Sie wird von dem das Fernsehen beratenden Psychiater in sein Therapiezentrum überwiesen. Dieses liegt abgeschieden in einem Waldgebiet. Nacht für Nacht erschüttert Wolfsheulen Karens Nerven, Tiere werden getötet, ihr Mann eines Nachts angefallen und verwundet. Schnell wird klar, dass sie sich in einer Werwolf-Kolonie befindet ... Dieser Film ist ein Meilenstein der Filmgeschichte. Die Werwölfe sind groß, haarig, haben lange Schnauzen, lange Ohren und auch sehr lange Zähne. Insgesamt ist der Film sehr düster (auch wenn die Verwandlungen in hellem Licht stattfinden) und die Morde blutig. Ich liebe diesen Film und habe ihn mir sogar 2x gekauft: Einmal in der Extended Version (hier sind die 18er und die 16er Fassung identisch!). Bei der verlängerten Fassung handelt es sich um den Rohschnitt, die eingefügten Szenen haben also nicht dieselbe Qualität wie der Rest des Films, aber man bekommt mehr Werwolf fürs Geld. Die Doppel-DVD enthält neben den Geschnittenen Szenen (von denen einige in der Extended Version enthalten sind) und Outtakes (eine abgeschlagene Hand zeigt den Stinkefinger) auch die Dokumentation: Welcome to Werewolfland (49:10 Min.), und die ist schon das Geld der Doppel-DVD wert! Ach ja, den Film gibt's billig auf dem Wühltisch - unbedingt zugreifen! Ich würde übrigens gerne mal den Roman lesen, der die Grundlage des Filmes bildet, aber bis jetzt hat ihn noch kein deutscher Verlag herausgebracht ... eine Schande! |
|||
Zwei amerikanische Studenten werden in einem englischen Moor von einem Werwolf angefallen. Jack wird getötet, David nur verwundet. Er wacht dann in einem Londoner Hospital auf. Die Wunden heilen, aber David leidet unter Alpträumen. So taucht sein (deutlich sichtbar) toter Freund auf und teilt ihm mit, dass alle Werwolfopfer verdammt sind, als Untote über die Welt zu wandeln, bis die Blutlinie des Wolfes gebrochen ist. David will diesen Fluch gerne von Jack nehmen, aber dummerweise ist er selbst der Werwolf. Der Film ist um einiges bekannter als Das Tier, und er ist ebenso genial, wenn auch auf eine andere Weise. John Landis schrieb das Drehbuch bereits 1969, und wer es las, fand es genial. Dennoch weigerten sie sich, es umzusetzen. Als Komödie sei er zu blutig, als Horrorfilm zu lustig. Als dann Das Tier gedreht wurde, forderte Joe Dante den Tricktechniker von American Werewolf an, und man entschied sich sehr schnell, dass man diesen nicht entbehren könne, weil man jetzt American Werewolf drehen wolle. Ohne den einen Film hätte es den anderen also nie gegeben. Übrigens ist Amercian Werewolf geschnitten: Es fehlt das Telefonat, in dem sich David von seinen Eltern verabschiedet, bevor er sich mit dem Taschenmesser die Pulsadern aufschneiden will. Und … so gelungen ich die erste Verwandlungsszene finde (hat dem Film ja auch einen Oskar eingebracht), der fertige Werwolf sieht ein bisschen aus wie ein Hund, oder eher eine Mischung aus Hund und Bär. Aber Landis wollte unbedingt einen vierbeinigen Werwolf haben. Trotzdem zu Recht ein absoluter Klassiker des Sub-Genres! |
|||
Zum Schluss noch ein kleiner Geheim-Tipp:
Eine Einheit britischer Soldaten beim Manöver in den schottischen Highlands. Dabei geraten sie in das Jagdrevier eines Werwolfrudels. Aus Spiel wird Ernst, das begreifen sie spätestens, als sie die Überreste (!) eines Spezialkommandos finden. Wenigstens haben sie jetzt scharfe Munition ... Bei dieser britischen Produktion geht es heiß her. Es handelt sich um eine gelungene Mischung aus Action-, Soldaten- und Werwolffilm. Den sollte man gesehen haben. Bei den Werwölfen orientierten die Macher sich an denen von Das Tier, sie entwickelten die Viecher aber weiter. Monstertechnisch ist der Film also Uptodate. Sehr gelungen, das Ganze! |
|||
Und noch ein halber Geheim-Tipp hinterher:
Eine Mordserie in Deutschland: Bei Vollmond werden Menschen bestialisch umgebracht. Die Anzeichen sind deutlich, die Presse spricht bereits von Werwölfen, und selbst bei der Polizei ist man bereit, das Unglaubliche als Option ins Auge zu fassen. Nachdem man Wolfshaare am Tatort gefunden hat, wird Kommissar Becker, ein Spezialist für das Übersinnliche, auf den Fall angesetzt. |
© Gus Backus