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PocketBook 611 Basic - E-Book-Reader mit Zusatzfeatures
Ende 2011 erschien das neue PocketBook 611Basic aus dem Hause PocketBook International – eine ukrainische Firma mit verschiedenen Niederlassungen; darunter auch eine in Deutschland.
Über das Lesen von E-Books hinaus bietet das PocketBook 611 Basic weitere Anwendungen wie Spiele, RSS-Reader, Webbrowser via WiFi, Foto-Betrachter oder auch ein Wörterbuch.
Die technischen Daten lesen sich durchaus solide. So bietet das Gerät neben 2 GB internem Speicher auch einen Einschub für Micro-SD-Karten bis 32 GB – Platz genug für unzählige Bücher oder auch Fotos.
Der Freescale-Prozessor ist mit 800 MHz getaktet – ausreichend für die nicht sonderlich arbeitsintensiven Anwendungen auf dem Gerät.
Auch der 1000 mAh-Akku ist für ein Gerät dieser Klasse gut proportioniert; er bietet viele Stunden Lesespaß – der Hersteller gibt etwa 8000 Seiten an.
Wie bei E-Book-Readern üblich ist der Bildschirm nicht beleuchtet. Die ePaper-Technologie erlaubt ein ermüdungsfreies Lesen, benötigt jedoch gerade zur späten Stunde eine externe Lichtquelle. Dafür kann man das Display auch bei starker Helligkeit, etwa bei Sonnenschein, gut lesen. Zudem muss man das Gerät nicht streng gerade vor Augen haben, es ist relativ blickwinkelunabhängig.
Nun sagen die reinen Spezifikationen natürlich wenig; vor allem im harten Alltagseinsatz muss sich das Gerät bewähren.
Und das tut es, wie an dieser Stelle verraten sein soll.
Das Plastikgehäuse wirkt nicht sonderlich edel, ist dafür aber schön leicht. Gerade mal 175 Gramm bringt der Reader auf die Waage. Der Bildschirm besteht aus Glas; da das Gerät nicht über einen Touchscreen verfügt, ist dies durchaus akzeptabel.
Wie bei ePaper üblich werden die Seiten sichtbar aufgebaut. Die einzelnen Buchstaben ordnen sich neu an, was zu ein, zwei Sekunden Verzögerung und kurzfristigen Artefakten auf dem Bildschirm führt. Das Pocket Book 611 Basic hält diese Zeit jedoch erfreulich gering, sodass man rasch mit dem Lesen fortfahren kann.
Bilder werden mit 16 Graustufen dargestellt; bei Abbildungen in Büchern ist dies ausreichend, bei Fotos will jedoch kein rechter Spaß aufkommen. Als mobiles Fotoalbum kann das Gerät also nicht dienen.
Die Schrift wird mit vier Graustufen aufgelöst; das ist ausreichend.
Bei den Formaten ist das PocketBook 611 Basic nicht allzu wählerisch – neben ePub, PDF, HTML und TXT verarbeitet der Reader auch durch Adobe DRM geschützte ePub-Dateien sowie Sonderformate wie zum Beispiel FB2 oder TCR.
Nicht füttern kann man das Gerät hingegen mit Amazons Kindle-E-Books. Diese müssen, so sie nicht mit DRM geschützt sind, zuvor umgewandelt werden. Software hierfür liegt dem Gerät nicht bei, der Anwender muss sich diese anderweitig besorgen; ein guter Tipp hierfür ist die Freeware Calibre, die es für Windows, Mac und Linux gibt.
Bei Fotos zeigt das PocketBook 611 Basic Dateien im JPEG, BMP, PNG und TIFF-Format an.
Einen Audio-Player besitzt der Reader nicht; somit kann man weder Hörbücher noch Hörspiele hören und auch auf musikalische Untermalung während des Lesens muss verzichtet werden.
Die Bedienung des Readers erfolgt über mehrere Tasten. Mit ihnen blättert man bequem vor und zurück, nimmt bei der Erstinbetriebnahme die Konfiguration vor oder nutzt das Menü. Eine gedruckte Schnellanleitung liegt dem PocketBook 611 Basic bei – dieses sollte man zu Beginn konsultieren, denn die Bedienung ist nicht selbsterklärend. Nach einigen Minuten beherrscht man sie jedoch problemlos.
Anschluss an den PC findet das Gerät via beigelegtem Micro-USB-Kabel. Dieses dient auch zum Aufladen.
Leider muss man sich entscheiden, ob man den Reader nun verwalten oder aufladen möchte; beides zur gleichen Zeit ist nicht möglich.
Gut ist, dass das Gerät ohne Zusatzsoftware sofort im Dateimanager angezeigt wird und man so Zugriff auf die Datenstruktur hat.
Auf dem internen Speicher liegen bereits zahlreiche bekannte, freie Bücher in verschiedenen Sprachen vor. Neue Ordner lassen sich am PC anlegen, E-Books werden per Drag and Drop hinzugefügt.
Einmal auf dem Gerät, können sie bequem über das Menü des PocketBook 611 Basic aufgerufen werden. Dabei merkt sich der Reader die zuletzt gelesene Stelle, Lesezeichen können zusätzlich gesetzt oder entfernt werden. Ebenso bietet der Reader die Möglichkeit, Notizen anzulegen. Hierbei muss man, wie bei allen anderen Anwendungen auch, auf eine etwas umständlich zu bedienende Bildschirmtastatur zurückgreifen und sich von Buchstabe zu Buchstabe vorarbeiten.
Mit der Welt kommuniziert das Gerät via Wireless Lan. Die Einrichtung ist simpel, WAP-geschützte WiFis sind für das PockerBook 611 Basic kein Problem. Einmal die Daten eingegeben verbindet sich das Gerät auf Wunsch automatisch mit dem entsprechenden Netz. Der User kann damit sowohl den Browser nutzen als auch auf den PocketBook-eigenen Store namens Bookland zugreifen; hier finden auch deutsche Nutzer Lesefutter in Hülle und Fülle. Zum Zeitpunkt des Artikels standen über 30.000 Bücher bereit. Es empfiehlt sich jedoch, schon vor dem mobilen Nutzen des Readers einen kostenfreien Account bei Bookland anzulegen. Dies geht von jedem Computer aus und erledigt sich mit Tastatur sehr viel schneller als über die Bildschirm-Buchstaben. Bezahlt werden die Bücher wahlweise über Kreditkarte oder PayPal.
Fazit: Das PocketBook 611 Basic ist ein guter E-Book-Reader mit einigen netten Zusatz-Features. Wer einen soliden Reader sucht, um viele Stunden Lesespaß bequem in die Tasche stecken zu können, ist bei diesem Gerät gut aufgehoben. Auch wenn es mit knapp 130 Euro nicht gerade ein Schnäppchen ist!
Weitere Informationen finden Interessierte unter www.pocketbook-int.com - hier liegt auch eine komplette Liste unterstützter Formate bereit.
Abbildung 1: Auch ausgeschaltet wird ein Bild angezeigt.
Abbildung 2: Das Hauptmenü
Abbildung 3: Das Anwendungsmenü
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