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AKEP Award 2009
Vom 15. Januar bis 31. März 2009 konnten Mitgliedsverlage, ihre Dienstleister und Auszubildende aus der Buchbranche ihre Projekte und Produkte beim Arbeitskreis Elektronisches Publizieren (AKEP) im Börsenverein des Deutschen Buchhandels einreichen.
Mit dem jährlich verliehenen AKEP Award zeichnet der Börsenverein innovative elektronische Entwicklungen aus und fördert das elektronische Publizieren in Verlagen. Ob Geschäftsmodell, Produkt oder Prozess, der AKEP Award geht in den Kategorien »Business-to-Business« (B2B) und »Business-to-Consumer« (B2C) an Beiträge, die für die Buchbranche zukunftsweisend sind. Der Hauptpreis ist in beiden Kategorien mit jeweils 2.500 Euro dotiert. Teilnehmen können alle Mitgliedsverlage des Börsenvereins sowie deren Dienstleister.
Der Nachwuchspreis für elektronisches Publizieren, der AKEP Junior Award, richtet sich an Auszubildende, Studierende, Volontäre und Praktikanten aus der Buchbranche. Mit Blogs, Wikis, Internetseiten oder Communitys, die einen Bezug zum elektronischen Publizieren haben, können sich sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen für den Preis bewerben. Der AKEP Junior Award ist mit 1.000 Euro dotiert.
Die Nominierten für den AKEP Award 2009 stehen fest. Mit diesem Preis zeichnet der Arbeitskreis Elektronisches Publizieren (AKEP) im Börsenverein des Deutschen Buchhandels zukunftsweisende elektronische Entwicklungen in Verlagen aus. Es gab 25 Bewerbungen.
Der Fachjury für den AKEP Award gehören an:
• Ralf Baron (Arthur D. Little)
• Prof. Dr. Ernst-Peter Biesalski (HTWK Leipzig)
• Hans Huck-Blänsdorf (AKEP-Sprecher, Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG)
• Arnoud de Kemp (Akademische Verlagsgesellschaft AKA, digiprimo)
• Dr. Elisabeth Niggemann (Deutsche Nationalbibliothek)
• Klemens Polatschek (Collective Intelligence GmbH)
• Dr. Bettina Preiß (Sprecherin des Arbeitskreises kleinerer und unabhängiger Verlage, VDG Verlag für Datenbank und Geisteswissenschaften)
• Prof. Dr. Ursula Rautenberg (Friedrich Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)
• Martin Spencker (Georg Thieme Verlag)
• Martina Tittel (tittelconsulting)
• Dr. h.c. Karl-Peter Winters (Vorsitzender des Verleger-Ausschusses, Verlagsgruppe Dr. Otto Schmidt).
»Die Jury hat in den vergangenen fünf Jahren viele wichtige Projekte und Produkte auf dem Gebiet des Elektronischen Publizierens gesehen, insgesamt wurden mehr als 150 Beiträge eingereicht. Trotzdem überrascht uns die Qualität und Bandbreite der Entwicklungen jedes Jahr aufs Neue«, sagte Arnoud de Kemp, Sprecher der Jury. Der AKEP Award wird am 17. Juni 2009 in Berlin am Vorabend der Buchhändlertage im Rahmen der AKEP Jahrestagung vergeben.
Nominiert für den AKEP Award sind:
in der Kategorie B2B
• Comicstars.de, Comicstars GmbH (München)
• Textunes, Onkel & Onkel (Berlin)
in der Kategorie B2C
• Musicacademy.de, Schott Musik GmbH (Mainz)
• PaperC, Lucius & Lucius Verlagsgesellschaft (Stuttgart)
in der Kategorie AKEP Junior Award
• E-Reader-Forum, Philipp Dudda
• DAISY Web Player, Wolfgang Eberius und Alexander Haffner
Zur Nominierung von textunes äußerte sich Simon Seeger.
»Das Berliner Unternehmen textunes hat sich auf die Veröffentlichung von Verlagsinhalten auf iPhone und iPod spezialisiert. Damit ermöglicht es textunes den Verlagen, einen attraktiven Vertriebs- und Marketingkanal zu erschließen. Nun wurde das Startup-Unternehmen für den Innovationspreis des Deutschen Buchhandels nominiert.«
Zur Frankfurter Buchmesse 2008 veröffentlichte der Verlag ONKEL&ONKEL als erster Verlag weltweit eine Roman-Neuerscheinung parallel im Buchhandel und über iTunes als eBook für iPhone und iPod touch. Aus diesem Verlagsprojekt entwickelte sich in Zusammenarbeit mit dem Softwareentwickler theCode AG innerhalb von wenigen Monaten ein erfolgreiches Startup-Unternehmen. Mittlerweile arbeitet textunes mit einer Vielzahl namhafter Verlage im deutschsprachigen Raum zusammen.
»Unsere Geschäftsidee basiert auf einer simplen Grundüberlegung: Warum technische Dinosaurier wie den Amazon Kindle oder den Sony Reader kaufen, wenn es bereits weit verbreitete und multimedia-fähige Lifestyle-Geräte samt einem optimal angebundenen Online-Shop gibt?«, so Volker Oppmann, Geschäftsführer von textunes.
Tatsächlich sind Smartphones der iPhone-Klasse mit ihrer hohen Bildschirmauflösung überraschend gut zum Lesen geeignet. Aktuelle Schätzungen gehen von 2 Mio. iPhones und iPod touch allein in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus – Tendenz stark steigend. Jedes Gerät ist an den App Store – ein Teil des beliebten iTunes-Onlineshops – angeschlossen. textunes ermöglicht es Verlagen durch die entwickelte modulare Basissoftware, dieses Potenzial einfach und kostengünstig zu erschließen. Neben Text und Bild ist es auch möglich, Audio- , Video- und dynamische Inhalte einzubinden.
»Wir freuen uns sehr über die Nominierung zum AKEP Award – was Elke Heidenreich vergangene Woche in der Presse als ›Blöde Glasplatte‹ bezeichnete, scheint doch gar nicht so blöd zu sein.«, freut sich Volker Oppmann.
Das Team des Geisterspiegels drückt allen Nominierten die Daumen. Wir werden natürlich die Gewinner in den jeweiligen Kategorien bekanntgeben und sie näher vorstellen.
Quellen:
Pressemitteilung Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Frankfurt am Main
Pressemitteilung textunes, Berlin
© W. Brandt
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