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Der Name des Klosters Hinnnerod

Vom frischen Quell
Sagen, Legenden und Geschichten aus der Eifel
Jung und Alt in neuer Fassung dargeboten von Rektor Jos. Schiffels
Verlag Georg Fischer. Wittlich. 1912
Zweites Bändchen

Der Name des Klosters Hinnnerod

Der heilige Bernhard von Clairvaux sandte dem Erzbischof Albero von Trier auf dessen Wunsch neun Mönche. Sie wählten als Ort ihrer Niederlassung einen großen, undurchdringlichen Wald im Salmtal zwischen der Kyll und Manderscheid. Als die Mönche abends spät müde und hungrig im Tal der Salm ankamen, fanden sie nirgends einen frischen Quell, an dem sie sich hätten laben, auch keine menschliche Hütte, worin sie ein Obdach hätten finden können. Einer von ihnen gab einer Sehnsucht nach Trier, wo sie sich zuerst aufgehalten hatten, lauten Ausdruck.

Da sagte ein anderer ernst mahnend zu ihm: »Wir sind von unserem Oberen in diese Wildnis geschickt worden, und wenn auch ein mühevolles Leben und harte Entbehrungen unserer warten, so wird uns doch Gottes Segen und des Himmels Lohn nicht ausbleiben.«

Auf diese Worte hin sahen sie im Tal einen hellen Schein, der das Waldesdunkel herrlich beleuchtete. Vertrauensvoll wandten sich die Mönche dorthin. Sie fanden an der lichten Stelle Wasser und Obst in Fülle und dankten dem Himmel für den guten Rat, mit dem er sie in der Not getröstet hatte. Sie begannen an der ihnen von Gott gezeigten Stelle den Bau eines Klosters, das Himmelrat genannt wurde.

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