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John Sinclair-Abend in Köln

John Sinclair-Abend in Köln

Am 26. 09. 2017 lud Bastei Lübbe ins verlagseigene Foyer in Köln ein. Alles drehte sich um den Geisterjäger John Sinclair. Im Mittelpunkt des Abends stand der Zuwachs unter den Autoren der erfolgreichsten Horrorromanserie der Welt. Wolfgang Hohlbein stellte den ersten Teil seines zweiteiligen Romans Octulus vor. Mark Benecke und Florian Hilleberg präsentierten ihren Roman Brandmal. Vor ausverkauftem Saal füllten sie zwei Stunden mit viel humorvoller Unterhaltung.

Andi Maschine Pooch, den man bereits von der Sinclair-Convention im November letzten Jahres kannte, führte gekonnt durch den Abend.

Er bat zuerst den Bestsellerautor Wolfgang Hohlbein zum Gespräch. Der Fantasyautor erzählte, für ihn sei es überhaupt keine Frage gewesen, einen Roman zur berühmten Serie beizutragen, als Bastei Lübbe bei ihm angefragt habe. Ihm selbst sei John Sinclair aber eher fremd gewesen. Er gehöre nicht zu der eingeschworenen Gemeinschaft, die schon seit Jahren lesend jedes Abenteuer des Geisterjägers begleiten. Er habe es sich dann eben ganz einfach gemacht. In Teil eins von Oculus erwacht John Sinclair in einer zerstörten Kleinstadt und kann sich an nichts mehr erinnern. Er weiß nicht, wer er ist und schon mal gar nicht, wie er dorthin gekommen ist. Umgeben von Monstern wird er in letzter Sekunde von einem Einsatztrupp gerettet. Während Sinclair ihnen im Krieg gegen die Monster zur Seite steht, reist er durch die Zeit.

Wolfgang Hohlbein las einige Passagen aus seinem Buch vor. Berüchtigt für seine besondere Art des Vorlesens sowohl vom Tempo als auch von der Betonung her, weckte er die Neugier der Zuhörer. Das Buch, das man bereits am Abend vor dem Erscheinungsdatum (29.09.2017) erwerben konnte, wollte nach der Kostprobe definitiv weitergelesen werden. Teil zwei erscheint bereits Ende Oktober.

Und auch wenn die Technik eher etwas holprig zu bedienen war, gab es eine kurze Hörprobe aus der Vertonung des Romans.

Deutschlands bekanntester Kriminalbiologe Mark Benecke sowie bisheriger Heftromanautor Florian Hilleberg wechselten schließlich mit Wolfgang Hohlbein den Platz. Mark Benecke brachte mit seinem einnehmenden Wesen rasant die Stimmung zum Kochen. Sehr amüsant schilderte er die Zusammenarbeit mit Hilleberg. Anschaulich verglich er Inhalte des Romans Brandmal immer wieder mit Phänomenen aus der Forensik. Besonders ist, dass er und seine Kollegin Tina Teil des Romans sind.

Durch einen Fall von spontaner Selbstentzündung im Hyde Park Londons wird John Sinclair tätig. Die Wege führen ihn schließlich nach Deutschland, wo er auf Dr. Mark Benecke und sein Team trifft, der sich ebenfalls zur gleichen Zeit solcher Fälle annimmt. Benecke unterstützt den Geisterjäger schließlich fachmännisch bei der Aufklärung des Mysteriums.

An erschreckend vielen Stellen entspräche der Charakter im Roman seiner Persönlichkeit in der Realität. Viele Dialoge mit seiner Kollegin seien aus dem Leben gegriffen. Bei der Lesung begann er selbst immer wieder über die vorgetragenen Dialoge zu lachen und kommentierte diese. Er schwärmte dabei von den schriftstellerischen Fähigkeiten seines Kollegen Hilleberg.

Hilleberg alias Ian Rolf Hill ist der absolute Durchstarter unter den Sinclair-Autoren. 2014 überzeugte er mit seiner Bewerbung den Verlag, sodass 2015 sein erster Heftroman veröffentlicht wurde. Seither erscheinen mehrmals monatlich seine Ausgaben. Seine Begeisterung über die Entstehung seines ersten Sinclair-Romans war zu spüren. Er betonte die angenehme Zusammenarbeit mit Benecke. Täglich, »teilweise sekündlich«, habe es während des Entstehungsprozesses regen inspirierenden Emailaustausch gegeben.

Zum Ausklang des Abends und zur Eröffnung der Fragerunden wurden nochmals alle Autoren auf die Bühne gebeten. Da es kaum Fragen aus dem Publikum gab, wurde dieser Teil schnell beendet. Es blieb anschließend noch viel Raum und Zeit, um mit den Autoren ins Gespräch zu kommen sowie Autogramme und Fotos zu ergattern.

Der Merchandisestand bot nicht nur die Bücher und Hörspiele, die Hauptaugenmerk des Abends waren, sondern auch viele andere Artikel, die die Herzen der John Sinclair-Fans höherschlagen lassen.

Am spannendsten sind immer wieder die Persönlichkeiten der Autoren, die hinter den Romanen stecken. Im Bereich des Grusels erscheinen die Autoren doch schon recht authentisch. Interessant sind aber auch die Menschen, die man rund um das Geschehen antrifft. Alte Bekannte oder solche, die man nur aus Foren oder von Erzählungen anderer kennt. Wann hat man schon mal die Möglichkeit, Geschichten aus erster Hand der Lektoren zu erfahren. Dies zeigt dann doch noch mal eine ganz andere Seite als die des Lesenden und lässt hinter die Kulissen blicken.

(dj)

Ein Kommentar zu John Sinclair-Abend in Köln

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