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Die Flusspiraten …

Die Flusspiraten des Mississippi 34

die-flusspiraten-des-mississippiFriedrich Gerstäcker
Die Flusspiraten des Mississippi
Aus dem Waldleben Amerikas

34. Adele warnt James Lively
Vor dem Unionhotel der Stadt Helena war die Straße an diesem Morgen wie ausgestorben. Einige Pferde standen allerdings an dem Haltepflock und ließen, unmutig ob des langen Wartens, die Köpfe hängen oder blickten schläfrig zur Seite nach den Hausschwalben, die sie in kreisenden Zügen umschwärmten, um Moskitos und andere in ihre Nähe gezogene Insekten wegzufangen. Aus der Einfriedung aber, die des Wirts eigenen Tieren und denen seiner Gäste gewöhnlich zum Aufent­haltsort diente, kam Scipio und führte Mr. Smarts Rappen am Zügel dem Haus zu, aus welchem eben Smart und unser Bekannter von vorhin, der Virginier, traten.
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Die Flusspiraten des Mississippi 33

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Die Flusspiraten des Mississippi
Aus dem Waldleben Amerikas

33. Squire Dayton beschließt, aus Helena zu fliehen.

Squire Dayton war, während sich das übrige Volk zerstreute, mit Porrel und einem Teil seiner Verbündeten zurückgeblieben und stand, die Arme verschränkt, mitten auf dem breiten Platz, der Mrs. Breidelfords Haus von dem Gefängnis trennte. Er wusste recht gut, dass sich jetzt – viel­leicht heute noch – nicht allein sein Schicksal, sondern auch das seiner ganzen Bande entscheiden musste. Tollkühne Pläne waren es, die für den Augenblick sein Hirn durchkreuzten. Sollte er hier Weiterlesen

Die Flusspiraten des Mississippi 32

die-flusspiraten-des-mississippiFriedrich Gerstäcker
Die Flusspiraten des Mississippi
Aus dem Waldleben Amerikas

32. Die Aufforderung. Der entdeckte Mord

»Squire Dayton«, sagte Cook, als sich die Tür hinter den Frauen geschlossen hatte, »Mr. Hawes verließ gestern Nachmittag unsere Farm, und zwar einzig und allein in der Absicht, ja sogar mit dein beson­deren Auftrag, Sie zu sprechen und Ihnen wichtige Mitteilungen zu machen. Wie ich aber eben höre, hat er sich hier in Helena nicht einmal sehen lassen. Mrs. Dayton …«

»Sie irren sich«, unterbrach ihn ruhig der Squire, »er war hier, und wenn Sie in derselben Absicht gekommen sind, Weiterlesen

Die Flusspiraten des Mississippi 31

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Die Flusspiraten des Mississippi
Aus dem Waldleben Amerikas

31. Cook kommt nach Helena

Der Tag dämmerte – die Dunkelheit der Nacht wich unbe­stimmten grauen Schatten, die das ganze düstere, noch immer von dichtem Nebel erfüllte Land und den leise gurgelnden Strom überhingen. Die grauen Schwaden, die bis dahin mit der Nacht verschmolzen waren, schienen sich immer mehr zu verdichten. Doch so matt und entkräftet auch gestern die Sonne untergegangen war, so frisch begann sie heute Morgen wieder ihren Lauf. Schon der kühle Luftzug, den sie voraussandte, riss die Nebelmasse auf und machte den Weg für die ersten leuchtenden Strahlen Weiterlesen

Die Flusspiraten des Mississippi 30

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Die Flusspiraten des Mississippi
Aus dem Waldleben Amerikas

30. Mrs. Breidelford und ihre Gäste

Der Leser muss noch einmal mit mir zu jener Zeit zurück­kehren, da Tom Barnwell so überraschend verhaftet und von dem Kon­stabler in das Gefängnis geführt worden war, während der Squire mit Sander den Weg zu seinem Hause eingeschlagen hatte. Dieses Gefängnis befand sich aber schräg gegenüber von Mrs. Breidelfords Haus, auf der andern Seite des schon früher erwähnten freien Platzes, sodass also die beiden Männer, sobald sie in die links abbiegende Straße traten, den dem Gefangenen nachdrängenden Menschenhaufen verließen. Tom dagegen sah Weiterlesen

Die Flusspiraten des Mississippi 29

die-flusspiraten-des-mississippiFriedrich Gerstäcker
Die Flusspiraten des Mississippi
Aus dem Waldleben Amerikas

29. Der blinde Passagier – Die Black Hawk

Lautlos trieb die Schildkröte stromabwärts. Bob-Roy hielt das schwankende Steuer fest, und die Männer, noch immer um Bill ge­drängt, machten es diesem unmöglich, seinen Komplizen auch nur das geringste Zeichen zu geben. Wohl eine Stunde mochte so in unruhiger Erwartung verflossen sein. Lange schon waren die Ruderschläge des Bootes verhallt, und weiter, immer weiter ließen sie die Stelle zurück, die ihnen bald so verderblich geworden wäre. Aber noch immer wussten sie nicht, wo sie sich eigentlich befanden und ob die Gefahr wirklich vorüber war.
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