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Krimi & Thriller

Die Tauscher 21

die-tauscherDr. Uwe Krause
Die Tauscher Teil 21

Das Orchester setzte zu einer flotten Melodie an, die Truppe nahm blitzschnell Aufstellung und dann schwangen die Girls die Beine und die Arme. Ihre Schuhen krachten mit dem Lärm und der Exaktheit einer perfekt abgefeuerten Salve auf den Boden, ihre Bewegungen waren in perfekter Abstimmung und ohne die geringste Abweichung. Die Girls bildeten Reihen, Linien, Formationen, Vierer- und Sechsergruppen, sie fädelten auseinander und fanden wieder zusammen wie sorgfältig geschliffene Mosaiksteinchen. Und während das Orchester schwungvoll von einer Melodie zur anderen wechselte und das Publikum begeistert mitklatschte, lächelten die Münder, wendeten sich die Köpfe wie an einer Schnur gezogen nach links oder rechts und flogen die schlanken Beine, auf denen das Licht der Scheinwerfer glitzerte, als wäre es nicht menschliches, verletzliches Fleisch, auf das Weiterlesen

Die Tauscher 20

die-tauscherDr. Uwe Krause
Die Tauscher Teil 20

Hammerstain hatte das dringende Bedürfnis den Professor loszuwerden, zumal der ihn immer wieder anschaute, als wüsste er, dass Hammerstain heimlich Schokolade genascht hätte. Vielleicht wäre es eine gute Idee gewesen, Grünwang geradeheraus zu fragen, was er mit seinen Anspielungen bezwecken wollte. Aber mehr als an diese Idee zu denken, gelang Hammerstain nicht. Er konnte sie nicht ausführen, so, als ob ihm die Worte dafür fehlten.

»Was raten Sie mir?«, fragte Grünwang.

Hammerstain deutete mit einer leichten Kopfbewegung auf die Sandsäcke, die die Eingangstreppe flankierten.

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Judith Winter – Sterbegeld

Judith Winter – Sterbegeld

Im November 2014 wählt ein sechsjähriger Junge namens Leon Svensson den Notruf der Polizeieinsatzzentrale Frankfurt. Der Junge meldet, dass im Haus der Familie in der Spendersraße 16 ein Mann die Mutter und ihn bedroht, während sein Vater und seine dreijährige Schwester offensichtlich schon tot sind. Die Polizeieinsatzzentrale schickt Beamte zum Haus der Svenssons, doch diese kommen zu spät. Alle vier Familienmitglieder werden Opfer des Killers.

Acht Monate später wird auf dem Frankfurter Hauptfriedhof der junge Sonderermittler Thorsten Mohr beigesetzt. Er ist als Mitglied der Sonderermittlergruppe Calibri im Zuge einer missglückten Razzia erschossen worden. Mysteriös ist an diesem Fall, dass Mohr kurz vor seinem Tod die vorgeschriebene Schutzweste abgelegt hat.

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Detektiv Dagoberts Taten und Abenteuer 15

Balduin Groller
Detektiv Dagoberts Taten und Abenteuer
Dritter Band

Eine teure Depesche

Sie saßen wieder zu dritt im Rauchzimmer: der Hausherr Andreas Grumbach, seine Gattin Frau Violet und Dagobert Trostler. Dagobert war wieder eine Woche verreist gewesen und hatte keine Nachricht von sich gegeben. Frau Violet war einigermaßen neugierig, zu erfahren, was er eigentlich auf seiner Reise angezettelt habe. Sie war in diesem Punkte nicht ganz der Meinung ihres Gatten gewesen, dem die diesmalige Abwesenheit Dagoberts besonders ungelegen gekommen war.

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Detektiv Dagoberts Taten und Abenteuer 14

Balduin Groller
Detektiv Dagoberts Taten und Abenteuer
Dritter Band

Der schreckliche Brief

Das Mittagessen im Hause Grumbach hatte seinen Verlauf genommen wie gewöhnlich, wenn Dagobert zu Gast war. Nach Tisch zog sich die kleine Gesellschaft ins Rauchzimmer zurück. Der Hausherr trank rasch seinen Schwarzen und mahnte dann zum Aufbruch. Es war nämlich abgemacht worden, dass er und Dagobert noch zu einer wichtigen Sitzung fahren sollten. Zu seiner Überraschung erklärte indes Dagobert, dass er keine Lust habe, an der Sitzung teilzunehmen. Er zöge es vor, der verehrungswürdigen Hausfrau noch Gesellschaft zu leisten. Die Weiterlesen

Detektiv Dagoberts Taten und Abenteuer 13

Balduin Groller
Detektiv Dagoberts Taten und Abenteuer
Dritter Band

Der Kasseneinbruch

Es war am Dienstag nach Pfingsten. Grumbachs hatten wieder einmal ihren alten Hausfreund Dagobert bei Tisch zu Gast. Das war kein Ausnahmefall, da es sich regelmäßig wöchentlich zweimal ereignete. Die Uhr schlug eben ein Viertel nach sechs, man war schon beim Nachtisch und unterhielt sich über die Vorkommnisse der Feiertage, als der Diener Herrn Kienast, den Hauptkassierer der A. B. B. meldete, der den gnädigen Herrn unverzüglich in einer höchst dringlichen Angelegenheit zu sprechen wünsche. Alle Welt in Wien, den Diener dieses Hauses natürlich Weiterlesen