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Phänomene und Legenden

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 16. Blatt

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871

Eulenspiegel kommt wieder nach Braunschweig und wird Bäckerknecht.

a der alberne Eulenspiegel in Halberstadt mit seinen Possen kein Glück hatte, so begab er sich nach Braunschweig und kehrte in der Bäckerherberge ein. Hier fragte ihn der Herbergsvater, was er wäre.

Er sprach: »Ein Bäckerknecht.«

Indem kam ein Bäckermeister, der sprach zu Eulenspiegel: »Willst du mir dienen, so komm mit mir.»

Und Eulenspiegel folgte ihm nach. Als er nun zwei Tage bei demselben gewesen war, hieß ihm der Meister des Nachts Weiterlesen

Sammlung bergmännischer Sagen Teil 15

Das arme Bergmannsleben ist wunderbar reich an Poesie. Seine Sagen und Lieder, seine Sprache, seine Weistümer reichen in die älteste Zeit zurück. Die Lieder, die wohlbekannten Bergreihen, die Sprachüberreste, die Weistümer sind teilweise gesammelt. Die Sagen erscheinen hier zum ersten Mal von kundiger Hand ausgewählt und im ganzen Zauber der bergmännischen Sprache wiedergegeben. Das vermag nur zu bieten, wer ein warmes Herz für Land und Leute mitbringt, wo diese uralten Schätze zu heben sind; wer Verständnis für unser altdeutsches religiöses Leben hat, wer – es sei gerade herausgesagt – selbst poetisch angehaucht ist. Was vom Herzen kommt, geht wieder zum Herzen, ist eine alte und ewig neue Wahrheit. Hat der Verfasser auch nur aus der Literatur der Bergmannssagen uns bekannte Gebiete Weiterlesen

Märchen und Sagen der Indianer Nordamerikas 85

Mythen-und-Sagen-der-IndianerEin Tier des Unglücks

Ein Jäger sah einst auf der Jagd ein merkwürdig gestaltetes, fremdartiges Tier an einem Bach sitzen. Es war von grauer Farbe, sah beinahe wie ein Hund aus, hatte aber keinen Kopf; wenigstens keinen sichtbaren. Seine Wohnung war nicht weit davon entfernt.

Als er am Abend nach Hause kam, erzählte er dies seinen Bekannten und gab dabei zu erkennen, dass er sich fürchte, noch einmal an jenen Platz zu gehen, weil, wie er sicherlich glaube, das ganze Tier aus Gift Weiterlesen

Schwäbische Sagen 58

Schwäbische-Sagen

Die verwünschte Prinzessin
Eine mündliche Überlieferung aus Rotenburg

In der Nähe von Freudenstadt ging einmal ein Metzgerbursche durch den Schwarzwald und wollte in einem benachbarten Dorf die Kirchweih besuchen. Da stand auf einmal ein Schloss da und aus demselben schaute eine wunderschöne Jungfrau heraus und rief Weiterlesen

Interessante Abenteuer unter den Indianern 71

Interessante-Abenteuer-unter-den-IndianernJohn Frost
Interessante Abenteuer unter den Indianern
Erzählungen der merkwürdigsten Begebenheiten in den ersten indianischen Kriegen sowie auch Ereignisse während der neueren indianischen Feindseligkeiten in Mexiko und Texas

Ein indianisches Zelt

Die Blackfeet und die Crow, sagt Catlin, bauen ihre Zelte und Wigwams beinahe auf dieselbe Art und Weise auf wie die Sioux und Assineboine. Bei den letzterwähnten Stämmen werden dieselben aus zugerichteten, zusammengenähten Büffelhäuten verfertigt, die in der Form eines Zeltes, vermittelst Stangen aufgestellt werden. Diese Zelte werden inwendig durch zwanzig bis dreißig Stangen aufrechterhalten und haben oben eine Öffnung, Weiterlesen

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 15. Blatt

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871

Eulenspiegel kauft Brot, um zu sehen, ob das Sprichwort sich bestätigt: Wer Brot hat, dem gibt man Brot.

a Eulenspiegel den Spitalmeister in Nürnberg so betrogen und nun Geld in der Tasche hatte, ritt er auf seinem Rappen fort und kam nach Halberstadt. Hier ging er auf den Markt, um etwas zu kaufen, das ihn vor Hunger und Frost schützte, denn es war gerade sehr kalt und der Wind wehte stark.

Da fiel ihm das Sprichwort ein: Wer Brot hat, dem gibt man Brot. Gut, dachte er, das will ich probieren. Er ging also hin und kaufte sich für zwei Groschen Brot, borgte einen Tisch, setzte sich damit vor die St. Stephanskirche und machte da Possen. Indem kam ein großer Hund, nahm ihm ein Brot weg und lief damit fort. Als Eulenspiegel dem Weiterlesen