Spannungswelten

Stellen Sie sich eine Gestalt vor, groß, hager und von katzenartigen Bewegungen, hochschultrig, mit einer Stirn wie Shakespeare und einer Fratze wie der Teufel, einen kahl geschorenen Schädel und länglichen, hypnotisierenden Schlitzaugen von katzengrüner Farbe. Dann statten Sie diese in Gedanken mit der grausamen Verschlagenheit eines Superhirns aus, das über alle Hilfsmittel gebietet, die die Wissenschaft in Vergangenheit und Gegenwart erfunden hat, und dazu noch  über alle Geldmittel einer einflussreichen Regierung, die allerdings jegliche Kenntnis von seiner Existenz abstreitet. Ja, malen Sie sich solch ein scheußliches Wesen aus, dann bekommen Sie eine ungefähre Vorstellung von dem, was Bernd Rothe und Jörg Kleudgen in ihrem neuen Roman Das Siegel des Mandschu zum Besten geben.
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Obwohl die Phrenologie zur Zeit Franz Joseph Galls in Deutschland und Österreich eigentlich nie so richtig Fuß fassen konnte, würdigten Ärzte, Wissenschaftler und Forscher die zu einer Wissenschaft herangereifte Gall’sche Schädellehre. Der österreichische Pharmazeut und Dichter des Vormärz Hermann Rollett schrieb im Jahre 1888 an den englischen Psychiater und Phrenologen Bernhard Hollander: »Galls Lehre ist ein System von vielen Mängeln, aber mit einem großen Kern von Wahrheit, welches verworfen wurde, ehe es verstanden war, gegen welches viele Vorurteile bestehen und welches, würde es mit wissenschaftlichem Geiste ergriffen, wieder zu allgemeiner Beachtung gebracht werden könnte.«
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Einerseits umschreibt der Begriff Schattengrenzen den Bereich zwischen schnöder Realität und dem Unerklärlichen, wobei die Bezeichnung nicht allzu plakativ genommen werden sollte. Was tun wir als unerklärlich ab? In vielen Fällen können wir bereits menschliche Handlungen nicht nachvollziehen, insbesondere wenn sie mit Gewalt oder an Wahnsinn grenzenden einhergehen. Schattengrenzen sind der blanke menschliche Horror, das Schlimmste, zu dem ein Geist fähig sein kann.
Andererseits umschreibt eine Schattengrenze den Grat zwischen dieser Welt und Weiterlesen

Die Sieben Städte von Cíbola, auf Spanisch Las Siete Ciudades de Cíbola, die legendären Orte voller Glanz und Reichtum suchten bereits spanische Conquistadores im 16. Jahrhundert in Nordamerika. Über die sagenumwobenen Städte wurde zuerst durch Álvar Núñez Cabeza de Vaca berichtet, welcher nach einem Schiffbruch 1528 vor Florida 1528 durch das spätere Texas und Nordmexiko wanderte, bevor er im Jahr 1536 gerettet wurde.
Der Vizekönig von Neu-Spanien, Antonio de Mendoza, schickte 1539 eine Expedition unter Führung des Marokkaners Estéban, ein schwarzer Sklave, der mit Cabeza de Weiterlesen

»… Zu keiner Zeit in der modernen Geschichte war ein Schlachtfeld so übersät mit menschlichen Überresten. Aber so, und nur so, konnte der maßlose Hochmut Napoleons für immer in Finsternis getaucht werden, in einem schrecklichen Widerspruch zu den Gesetzen der Natur, aber zum rechten Wohl der Menschheit …«

Gneisenau, Das Leben und die Feldzüge des Feldmarschalls Fürst Blücher, 1815

Die Schlacht bei Leipzig war die größte während der Napoleonischen Kriege sowie die größte in Europa vor dem Ersten Weltkrieg und gilt als eine der bedeutendsten Weiterlesen

Haben Sie je darüber nachgedacht, warum es so viele Kriminalfälle gibt, die ungelöst in den Akten verschwinden? Wir haben es getan und mehrere Autoren beauftragt, diesen Fällen nachzugehen und mit phantastischen Mitteln zu lösen. Herausgekommen ist eine Anthologie, die abwechslungsreicher nicht sein kann.

Michael Kirchschlager entführt die Leser in die Karpaten im Jahr 1868 und erzeugt das Grauen mithilfe einer Pechlarve, Cailleach O’Shea begibt sich auf den Traumpfad der Aborigines, Andreas Zwengel kehrt zurück in die Welt am Abgrund und Stephan Russbült löst seinen Fall im Rollenspiel. Doch das ist lange noch nicht alles.

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Im Prolog schreibt die Autorin den inneren Monolog eines Serienmörders nieder, der als Junge mitbekommen hat, wie seine Mutter von seinem Vater verwöhnt wurde, ihn aber nach Strich und Faden betrog. Der Vater schuftete für seine Frau, hatte das Gemüt eines Schafs, bekam mit achtundfünfzig Jahren im Auto auf der Fahrt zur Arbeit einen Herzinfarkt und starb an einem Genickbruch infolge des verursachten Unfalls. Die Mutter kassierte Unfall- und Witwenrente, weil er nicht an seinem Herzinfarkt starb, und hatte fortan keine finanziellen Sorgen mehr.

Von dieser Zeit an ist es der Wunsch des Sohnes, sie und auch andere Frauen, die sich auf Kosten ihrer Männer einen schönen Lenz machen und noch dazu fremdgehen, aus der Welt Weiterlesen

Als Karl V. im Jahre 1532 die Peinliche Halsgerichtsordnung, die Constitutio Criminalis Carolina erließ, wurden auf deren Grundlage nur diejenigen zum Tode verurteilt, welche der schädigenden Zauberei überführt wurden. Die kirchliche Auffassungen der Hexerei, die Ansichten über Bündnisse und Buhlschaften mit dem Teufel sowie die Vorstellungen vom Hexensabbat und dem Schänden der Sakramente blieben davon unberührt. Diese fanden seit 1572 in den damaligen Kriminalordnungen Weiterlesen