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Mythen & Wirklichkeiten

Sammlung bergmännischer Sagen Teil 20

Das arme Bergmannsleben ist wunderbar reich an Poesie. Seine Sagen und Lieder, seine Sprache, seine Weistümer reichen in die älteste Zeit zurück. Die Lieder, die wohlbekannten Bergreihen, die Sprachüberreste, die Weistümer sind teilweise gesammelt. Die Sagen erscheinen hier zum ersten Mal von kundiger Hand ausgewählt und im ganzen Zauber der bergmännischen Sprache wiedergegeben. Das vermag nur zu bieten, wer ein warmes Herz für Land und Leute mitbringt, wo diese uralten Schätze zu heben sind; wer Verständnis für unser altdeutsches religiöses Leben hat, wer – es sei gerade herausgesagt – selbst poetisch angehaucht ist. Was vom Herzen kommt, geht wieder zum Herzen, ist eine alte und ewig neue Wahrheit. Hat der Verfasser auch nur aus der Literatur der Bergmannssagen uns bekannte Gebiete Weiterlesen

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 22. Blatt

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe
. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871

Eulenspiegel wird Maler bei dem Landgrafen von Hessen.

a nun Eulenspiegel das Lüneburgische gänzlich meiden musste, durchstreifte er ganz Hessen, und kam auch nach Marburg, wo damals der Landgraf von Hessen residierte. Wie er nun hier durch seine Gaukeleien und Kunststücke sehr bekannt wurde, musste er auch aufs Schloss kommen, denn der Landgraf hatte schon früher viel von ihm gehört und freute sich, diesen Wundermann persönlich kennen zu lernen; denn dergleichen Leute waren in den damaligen Zeiten sehr beliebt. Nachdem nun Eulenspiegel manche Possen ge­macht hatte, fragte ihn der Landgraf, was er sonst noch gelernt hätte.

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Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 21. Blatt

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe
. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871

Eulenspiegel wird aus dem Fürstentum Lüneburg verwiesen.

achdem Eulenspiegel Dänemark verlassen hatte, kam er wieder in das Fürstentum Lüneburg, wo er in der Gegend von Celle solche närrische Dinge angab, dass ihm der Herzog von Lüneburg sein Land verbieten ließ mit dem Andeuten, wenn er sich wieder sehen ließe, er ihn an den ersten besten Baum hängen lassen würde. Eulenspiegel wanderte nun ins Mecklenburgische. Nachdem er sich daselbst eine Zeit lang umhergetrieben hatte, dachte er darüber nach, wie er durch List sich wieder im Lüneburgischen aufhalten könnte, denn er hatte in diesem Fürstentum mit seinen Narrenspossen manchen Verdienst erworben. Er nahm sich also vor, wieder eine Reise ins Lüneburgische zu unternehmen, ob er gleich noch nicht mit sich einig war, durch welche Schelmerei er im Fall der Not sich helfen wollte. Da Weiterlesen

Sammlung bergmännischer Sagen Teil 19

Das arme Bergmannsleben ist wunderbar reich an Poesie. Seine Sagen und Lieder, seine Sprache, seine Weistümer reichen in die älteste Zeit zurück. Die Lieder, die wohlbekannten Bergreihen, die Sprachüberreste, die Weistümer sind teilweise gesammelt. Die Sagen erscheinen hier zum ersten Mal von kundiger Hand ausgewählt und im ganzen Zauber der bergmännischen Sprache wiedergegeben. Das vermag nur zu bieten, wer ein warmes Herz für Land und Leute mitbringt, wo diese uralten Schätze zu heben sind; wer Verständnis für unser altdeutsches religiöses Leben hat, wer – es sei gerade herausgesagt – selbst poetisch angehaucht ist. Was vom Herzen kommt, geht wieder zum Herzen, ist eine alte und ewig neue Wahrheit. Hat der Verfasser auch nur aus der Literatur der Bergmannssagen uns bekannte Gebiete Weiterlesen

Bau und Einrichtung von Burgen im Mittelalter – Teil II

2. Die Hauptburg

a.) Umfassung

Aus dem Zwinger gelangte man zu der eigentlichen Burg, dem Kernwerk des ganzen Baus und dem festesten Punkt der ganzen Anlage. Auf die Verteidigungsanstalten der Hauptburg wurde jegliche Vorsicht und Mühe angewendet. Der vor ihr befindliche Graben war womöglich noch tiefer als die anderen, und hinter ihm erhob sich die Burgmauer.

Burgmauer

Die Burgmauer war oft beträchtlich hoch und außerordentlich dick, um den Belagerungswerkzeugen besseren Weiterlesen

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 20. Blatt

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe
. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871

Eulenspiegel übertrifft den Hofnarren des Königs von Polen.

ei dem hochgeborenen Fürsten Kasimir, König von Polen, war ein Abenteurer, der voller seltsamer Schwänke und Gauklereien war und gut auf der Fiedel spielen konnte. Eulenspiegel kam auch nach Polen zu dem König. Dieser hatte schon viel von Eulenspiegel sagen gehört, der ihm ein lieber Gast war. Der König hätte ihn und seine Abenteuer schon lange gerne gesehen und gehört. Aber auch seinen Spielmann hatte er sehr gern. Nun kamen Eulenspiegel und des Königs Narr zusammen. Da geschah es, wie man sagt: Zwei Narren in einem Haus tun selten gut.

Des Königs Schalksnarr konnte Eulenspiegel nicht leiden, und Eulenspiegel wollte sich nicht vertreiben lassen. Das Weiterlesen