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Im Original Johann Heinrich Ramberg

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 22. Blatt

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe
. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871

Eulenspiegel wird Maler bei dem Landgrafen von Hessen.

a nun Eulenspiegel das Lüneburgische gänzlich meiden musste, durchstreifte er ganz Hessen, und kam auch nach Marburg, wo damals der Landgraf von Hessen residierte. Wie er nun hier durch seine Gaukeleien und Kunststücke sehr bekannt wurde, musste er auch aufs Schloss kommen, denn der Landgraf hatte schon früher viel von ihm gehört und freute sich, diesen Wundermann persönlich kennen zu lernen; denn dergleichen Leute waren in den damaligen Zeiten sehr beliebt. Nachdem nun Eulenspiegel manche Possen ge­macht hatte, fragte ihn der Landgraf, was er sonst noch gelernt hätte.

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Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 21. Blatt

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe
. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871

Eulenspiegel wird aus dem Fürstentum Lüneburg verwiesen.

achdem Eulenspiegel Dänemark verlassen hatte, kam er wieder in das Fürstentum Lüneburg, wo er in der Gegend von Celle solche närrische Dinge angab, dass ihm der Herzog von Lüneburg sein Land verbieten ließ mit dem Andeuten, wenn er sich wieder sehen ließe, er ihn an den ersten besten Baum hängen lassen würde. Eulenspiegel wanderte nun ins Mecklenburgische. Nachdem er sich daselbst eine Zeit lang umhergetrieben hatte, dachte er darüber nach, wie er durch List sich wieder im Lüneburgischen aufhalten könnte, denn er hatte in diesem Fürstentum mit seinen Narrenspossen manchen Verdienst erworben. Er nahm sich also vor, wieder eine Reise ins Lüneburgische zu unternehmen, ob er gleich noch nicht mit sich einig war, durch welche Schelmerei er im Fall der Not sich helfen wollte. Da Weiterlesen

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 20. Blatt

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe
. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871

Eulenspiegel übertrifft den Hofnarren des Königs von Polen.

ei dem hochgeborenen Fürsten Kasimir, König von Polen, war ein Abenteurer, der voller seltsamer Schwänke und Gauklereien war und gut auf der Fiedel spielen konnte. Eulenspiegel kam auch nach Polen zu dem König. Dieser hatte schon viel von Eulenspiegel sagen gehört, der ihm ein lieber Gast war. Der König hätte ihn und seine Abenteuer schon lange gerne gesehen und gehört. Aber auch seinen Spielmann hatte er sehr gern. Nun kamen Eulenspiegel und des Königs Narr zusammen. Da geschah es, wie man sagt: Zwei Narren in einem Haus tun selten gut.

Des Königs Schalksnarr konnte Eulenspiegel nicht leiden, und Eulenspiegel wollte sich nicht vertreiben lassen. Das Weiterlesen

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 19. Blatt

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe
. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871

Eulensplegel dient beim König von Dänemark.

Eulenspiegel hatte sich durch seine Possen so sehr berüchtigt gemacht, dass man an allen königlichen und fürstlichen Höfen von ihm sprach. Da er nun vom Grafen von Anhalt seinen Abschied erhalten hatte, so ging er nach Kopenhagen, um zu sehen, ob er da nicht bei jemandem ankommen könnte. Als der König von Dänemark erfuhr, dass Eulenspiegel da wäre, ließ er ihn an seinen Hof kommen und sagte, dass er, wenn er wolle, einige Zeit am Hofe bleiben könnte, weil er seine Possen und Schwänke einmal sehen mochte. Eulenspiegel war dies recht willkommen. Der König trug ihm nun einstmals auf, als seinem Reitpferd die Hufeisen losgingen, er möge dasselbe mit dem allerbesten Hufbeschlag beschlagen lassen.
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Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 18. Blatt

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe
. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871

Warum Eulenspiegel ein graues Pferd reitet.  Er dient beim Grafen von Anhalt.

ulenspiegel ritt immer gern ein graues Pferd, damit man ihn, wo er durchkäme, gleich kennen möchte. Andere Farben meidete er, zum Beispiel einen Fuchs, weil er selbst rote Haare hatte. Auch machte er überall Aufsehen durch einen sonderbaren
Anzug. Seine Handlungsweise war folgende:

1) Er war allezeit gern in Gesellschaften, aber nicht, wo Kinder waren, weil die Eltern eher auf ihre Kinder achteten, als auf seine Possen. Auch sah er sich nach solchen Leuten stets um, welche die Narrheit liebten, denn er sagte oft: Weiterlesen

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern – 17. Blatt

Till Eulenspiegel in 55 radierten Blättern
von Johann Heinrich Ramberg, mit Text nach der Jahrmarkts-Ausgabe. Verlag C. B. Griesbach. Gera. 1871

Eulenspiegel beutelt beim Mondenschein Mehl in den Hof.

ls Eulenspiegel sich von Braunschweig heimlich fortgemacht hatte, ritt er im Land umher und kam nach Uelzen, wo er sich abermals für einen Bäckerknecht ausgab. Hier bekam er wieder bei einem Bäcker Arbeit. Einstmals richtete der Meister des Abends zum Backen an, unterdessen sollte Eulenspiegel Mehl auf dem Boden beuteln.

Da sprach er zu seinem Meister: »So gebt mir Licht, dass ich bei der Arbeit sehen kann.«

Der Meister erwiderte: »Ich gebe dir kein Licht, andere Knechte haben dergleichen Arbeit beim Mond getan (er meinte Weiterlesen