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Windnacht

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Im Original Alexej Tolstoi

Aëlita – Teil 30

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Aëlita
Ein utopischer Roman

Was Gussew am vergangenen Tag getan hatte

Um zehn Uhr morgens war Gussew von dem Landgut Tuskubs nach Soazera geflogen. An Bord hatte er eine Aviationskarte, Waffen, Proviant und sechs Handgranaten, die er von Petrograd insgeheim, ohne dass Losj es wusste, mitgenommen hatte.

Um die Mittagsstunde erblickte Gussew unter sich Soazera. Die Hauptstraßen der Stadt waren menschenleer. Vor dem Haus des Rates der Ingenieure, auf dem riesigen sternförmigen Platz, standen Militärflugzeuge und Truppen. Weiterlesen

Aëlita – Teil 29

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Aëlita
Ein utopischer Roman

Losj fliegt Gussew zu Hilfe

Um Mitternacht sprang Losj im Hof von Tuskubs Landsitz aus dem Boot. Die Fenster des Hauses waren dunkel, also war Gussew noch nicht zurückgekehrt. Die schräge Hauswand war von Sternen beleuchtet, ihre bläulichen Funken spiegelten sich in der Schwärze der Fensterscheiben. Hinter den Zinnen des Daches ragte im spitzen Winkel ein sonderbarer Schatten auf. Losj schaute genauer hin: Was konnte das sein?

Der kleine Pilot beugte sich zu ihm und flüsterte ängstlich: »Gehen Sie nicht dorthin.«
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Aëlita – Teil 28

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Aëlita
Ein utopischer Roman

Das uralte Lied

Aëlita, Ichoschka und Losj flogen in einem Boot mit vier Flügeln den Bergen von Lysiasira zu. Unaufhörlich arbeitete der Empfänger elektromagnetischer Wellen: der Mast mit den Drahtenden. Aëlita beugte sich über einen winzigen Sehschirm, horchte und blickte aufmerksam hinein.

Es war schwer, sich zurechtzufinden in den verzweifelten Telefonogrammen, den flehenden Rufen, Schreien und besorgten Anfragen, die durch die Magnetfelder des Mars flogen und wirbelten. Immerhin ertönte, ohne Weiterlesen

Aëlita – Teil 27

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Aëlita
Ein utopischer Roman

Verzauberung

Losj setzte sich hinter Aëlita. Der Pilot, ein rothäutiger Knabe, hob das geflügelte Boot mit einem schwingenden Stoß zum Himmel empor.

Ein kalter Wind warf sich ihnen entgegen. Der schneeweiße Pelzmantel Aëlitas war durchtränkt von gewittriger Frische, von dem kalten Hauch der Berge. Aëlita wandte sich zu Losj um, ihre Wangen glühten.

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Aëlita – Teil 26

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Aëlita
Ein utopischer Roman

Losj bleibt allein

»Revolution, Mstislaw Sergejewitsch. Die ganze Stadt steht Kopf. Ist das ein Spaß!« Gussew stand in der Bibliothek. In seinen gewöhnlich schläfrigen Augen sprangen lustige Fünkchen, seine Nase hatte sich gehoben, sein Schnurrbart sträubte sich. Die Hände hatte er tief hinter den Riemen seines Gürtels geschoben.

»Ich habe schon alles im Boot verstaut: Proviant, Granaten. Auch so eins von ihren kleinen Gewehren hab ich mir besorgt. Machen Sie sich rasch fertig, legen Sie das Buch hin, fliegen wir!«
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Aëlita – Teil 25

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Ein utopischer Roman

Tuskub

Die Stadt war von Unruhe ergriffen. Es murmelten und flackerten die Spiegeltelefone. Auf den Straßen, auf den Plätzen, in den Parks standen flüsternde Marsianer in Gruppen beisammen. Man erwartete Ereignisse, schaute hinauf zum Himmel. Es hieß, irgendwo ständen die Magazine mit getrocknetem Kaktus in Brand. Um die Mittagszeit wurden in der Stadt die Hähne der Wasserleitungen geöffnet, und das Wasser versiegte in ihnen, aber nicht für lange … Viele hörten von Südwesten her eine entfernte Explosion. In den Häusern verklebte man die Weiterlesen