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Im Original Alexej Tolstoi

Aëlita – Teil 38

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Aëlita
Ein utopischer Roman

Die Stimme der Liebe

In dichten Wolken flog der Schnee am Shdanow-Kai entlang, er kroch am Boden über die Gehsteige, irrsinnig tobende Hocken kreisten um die schwankenden Laternen. Die Hauseingänge und Fenster wurden zugeweht, und am anderen Ufer des Flusses wütete der Schneesturm in dem aufheulenden Park.

Auf der Uferstraße schritt Losj mit hochgeschlagenem Kragen und vorgebeugt dem Wind entgegen. Der warme Wollschal flatterte hinter seinem Rücken, die Füße glitten aus, der Schnee peitschte sein Gesicht. Er kehrte zur Weiterlesen

Aëlita – Teil 37

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Aëlita
Ein utopischer Roman

Die Erde

Die diamantenen Felder waren die Durchgangsspuren eines im Weltenraum umherirrenden Kometen. Lange Zeit musste sich der Apparat, der in die Sphäre seiner Anziehungskraft geraten war, zwischen den himmlischen Steinen hindurchzwängen. Seine Geschwindigkeit vergrößerte sich ständig, jetzt wirkten nur noch die absoluten Gesetze der Mathematik – ganz allmählich änderte sich die Flugrichtung des Eies und der Meteoriten. Es bildete sich ein immer breiter werdender Winkel. Der golden glänzende Nebelfleck, der Kopf des unbekannten Kometen Weiterlesen

Aëlita – Teil 36

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Aëlita
Ein utopischer Roman

Das Nichtsein

»Na, wie ist’s, Mstislaw Sergejewitsch, leben Sie?« Etwas verbrannte den Mund. Ein flüssiges Feuer lief durch den Körper, durch die Adern, durch die Knochen. Losj öffnete die Augen. Ein staubiges Sternlein flimmerte ganz niedrig über ihm. Und der Himmel war so seltsam: gelb, gesteppt, wie das Innere eines Koffers. Irgendetwas pochte, es pochte in gleichmäßigen Schlägen, das staubige Sternlein zitterte.

»Wie viel Uhr ist es?«
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Aëlita – Teil 35

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Aëlita
Ein utopischer Roman

Die Flucht

Das Militärluftschiff kreiste noch eine Zeit lang über den Felsen der Heiligen Schwelle, flog dann in der Richtung auf Azora davon und ging irgendwo nieder. Erst da konnten Icha und Gussew hinabsteigen. Auf dem niedergetretenen Moos des Plateaus erblickten sie Losj. Er lag nahe dem Eingang zur Höhle, mit dem Gesicht am Boden, in einer Blutlache.

Gussew hob ihn hoch, nahm ihn auf die Arme – Losj atmete nicht, seine Augen waren fest geschlossen, auf der Weiterlesen

Aëlita – Teil 34

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Aëlita
Ein utopischer Roman

Das Chao

»Sohn des Himmels, Sohn des Himmels«, rief eine ganz feine Stimme. Gussew und Losj näherten sich dem Landgut von der Seite des Wäldchens. Aus dem himmelblauen Dickicht streckte sich ein spitznasiges Gesichtchen hervor. Das war Aëlitas Pilot, ein Knabe in grauer Pelzjoppe. Er klatschte in die Hände und hüpfte dabei umher, sein kleines Gesicht bekam Runzeln wie ein Tapir. Er bog die Zweige auseinander und zeigte auf ein in den Ruinen eines Wasserbehälters verstecktes geflügeltes Boot.
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Aëlita – Teil 33

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Aëlita
Ein utopischer Roman

Das Labyrinth der Königin Magr

Vorsichtig bewegten sich Losj und Gussew in der moderigen und schwülen Dunkelheit vorwärts. »Wir biegen um eine Ecke, Mstislaw Sergejewitsch …«

»Wird es eng?«
»Nein, breit – die Hände reichen nicht von einer Wand zur anderen.«
»Da sind wieder Säulen. Halt! Wo sind wir denn …«
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